Hessen: gemeinsamer Religionsunterricht für katholische und evangelische Schüler

Katholische und evangelische Schüler können in Hessen künftig gemeinsam am konfessionell-kooperativen Religionsunterricht teilnehmen. Foto: Freepik.com

In Hessen können katholische und evangelische Schüler ab dem Schuljahr 2026/2027 gemeinsam am Religionsunterricht teilnehmen. Das neue Modell des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts richtet sich an die Klassenstufen eins bis zehn und wird von Schulen bei Bedarf beantragt. Darauf haben sich die beiden großen Kirchen und das hessische Kultusministerium verständigt, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 27. Juni 2026 berichtete.

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Der Unterricht findet in gemeinsamen Lerngruppen statt, bleibt jedoch konfessionell geprägt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen katholischem und evangelischem Glauben sollen ausdrücklich thematisiert werden. Die Lehrveranstaltungen werden im Wechsel von evangelischen und katholischen Lehrkräften erteilt. Voraussetzung für die Einführung an einer Schule ist, dass Lehrkräfte beider Konfessionen mit kirchlicher Bevollmächtigung zur Verfügung stehen.

Nach Angaben des Kultusministeriums in Hessen ergänzt das neue Angebot den bisherigen Religionsunterricht und soll dessen Stellenwert unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen stärken. Die bestehenden Lehrpläne bleiben Grundlage des Unterrichts und werden durch einen gemeinsamen Kompetenzrahmen ergänzt. Eine Evaluierung des Modells ist bis 2030 vorgesehen. Ähnliche Unterrichtsformen bestehen bereits in mehreren Bundesländern wie z. B. in Niedersachsen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in Regensburg eine neue antiochenisch-orthodoxe Gemeinde entsteht.

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