Vatikan verbot deutschen Bischöfen Laienpredigt in der Messe

Ansicht des Petersdoms und der Vatikanflagge. Foto: National Catholic Register

Am 23. Juni 2026 veröffentlichte der Vatikan ein offizielles Schreiben des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentendisziplin, in dem es untersagte, in Deutschland Ausnahmen für die Laienpredigt einzuführen. Darüber berichtet das National Catholic Register.

In Rom erklärte man, die Predigt sei ein untrennbarer Bestandteil der Liturgie und ein Akt des Lehramtes, der ausschließlich geweihten Dienern, Priestern oder Diakonen durch das Sakrament der Weihe anvertraut werde. Vertreter des Vatikans unterstrichen, dass diese Regel nicht nur eine disziplinäre Norm sei, sondern auch aus dem Wesen der Liturgie selbst hervorgehe.

Nach Ansicht des Dikasteriums ist die Verkündigung des Wortes Gottes im Gotteshaus unlösbar mit der Sendung des Klerikers und der Einheit von Wort und Sakrament verbunden. Anstatt die Kleriker durch Laien zu ersetzen, riet der Vatikan den deutschen Bischöfen, sich um die Erhöhung des Bildungsniveaus ihres Klerus zu bemühen.

Im Schreiben wurde auf die Wichtigkeit der „ständigen Fortbildung der Geistlichen“ hingewiesen, damit ihre Predigten geistlich wirksam seien. Zugleich wurden die Laien daran erinnert, dass sie in allen anderen Formen außer der Messe predigen dürfen, sofern dies dem kanonischen Recht entspricht.

Zuvor, im März dieses Jahres, hatten die deutschen Bischöfe einen Antrag auf Erlaubnis für Laien gerichtet, während der Eucharistiefeier Predigten zu halten, wobei sie sich auf „pastorale Gründe“ beriefen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein Diakon der UOK bei der Rettung eines ertrinkenden Kindes in Finnland ums Leben gekommen war.

Lesen Sie auch

Die Kirche gedenkt des Großmärtyrers Panteleimon

Der heilige Arzt, der in Nikomedia unentgeltlich Kranke behandelte und unter Kaiser Maximian enthauptet wurde, wird am 9. August als himmlischer Patron der Ärzte und Heiler verehrt.

Christin in Kanada wurde gegen ihren Willen euthanasiert

Die 83-Jährige hatte die Sterbehilfe aus Glaubensgründen verweigert, widerrief am Vortag weinend ihre Zustimmung und gab vor dem Eingriff kein mündliches Einverständnis.

Christen in Sednaya sagten Kirchenfeste aus Protest gegen Repressionen ab

Pfarreiräte kritisieren Verhaftungen, Entführungen und Schikanen gegen die christliche Bevölkerung in der syrischen Stadt

Vortrag würdigte geistliches Erbe des heiligen Dumitru Stăniloae

Monialin Lioba Drăgoi stellte bei der Theologischen St.-Justin-Konferenz in Geilnau Leben, Werk und zentrale Lehren des 2025 heiliggesprochenen rumänischen Theologen vor

Rumänisch-orthodoxe Gläubige feierten Verklärung Christi auf der Zugspitze

Pfarrer aus Garmisch-Partenkirchen und Augsburg zelebrierten die Heilige Liturgie in der Kapelle Mariä Heimsuchung in Deutschlands höchstgelegenem Gotteshaus

Patriarch Daniil nahm an der Pilgerwanderung „Der Wundertäter von Rila“ teil

Bulgarisches Kirchenoberhaupt begleitete die Wallfahrt zu den Sieben Rila-Seen und rief die Gläubigen auf, dem Vermächtnis des heiligen Johannes von Rila in Einheit und Glauben zu folgen