Gedenken an die Märtyrer von Lyon: Pilgerfahrt unter Leitung von Bischof Irenei
Bischof Irenei mit Pilgern in der Höhle des heiligen Pothinus, einem der zentralen Erinnerungsorte des Martyriums von Lyon. Foto: Diözese
Am 15. Juni 2026 gedachten Gläubige unter Leitung von Bischof Irenei von London und Westeuropa des ersten Bischofs von Lyon, des Hieromärtyrers Pothinus, sowie der Märtyrerin Blandina und der zahlreichen Märtyrer von Lyon. Darüber berichtete die Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) auf ihrer Webseite.
Der Gedenktag im Kirchenkalender gehört zu den wenigen im Kirchenjahr, an denen einzelne Heilige gemeinsam mit der großen Schar der im Jahr 177 n. Chr. für ihren Glauben Gestorbenen geehrt werden.
Aus diesem Anlass leitete Bischof Irenei gemeinsam mit Erzpriester Quentin de Castelbajac eine Pilgergruppe zu den historischen Stätten des Martyriums. Die Stadtbehörden öffneten eigens die Höhle des heiligen Pothinus sowie das römische Amphitheater, wo die heilige Blandina und viele andere ihr Leben hingaben. Vor Ort wurde der Geschichte der Märtyrer gedacht; im Amphitheater selbst verrichteten die Geistlichen ein Gebet und erinnerten an die bleibende geistliche Bedeutung dieses Ortes.
Bischof Irenei rief die Gläubigen dazu auf, die Heiligkeit dieser Stätten bewusst wahrzunehmen und im Alltag nicht achtlos an ihnen vorüberzugehen. Nach Abschluss der Pilgerfahrt versammelten sich Klerus und Gläubige in der Pfarrei, wo die der heiligen Blandina geweihte Schwesternschaft ein gemeinsames Fastenmahl zu Ehren der Märtyrer ausrichtete.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Zahl der Pilger auf dem Heiligen Berg Athos im Jahresvergleich um ein Drittel gestiegen ist.
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