Priester Nicolae Dura als Impulsgeber für historische Erinnerungsarbeit in Wien

Buchvorstellung in Wien mit Priester Dr. Nicolae Dura (l.). Foto: Metropolie

Bei der Präsentation der zweiten Auflage des Buches „Rumänen der alten Zeiten aus Wien, 1683–1918“ am 11. Juni 2026 in der rumänischen Botschaft in Wien wurde das Schaffen von Priester Dr. Nicolae Dura und dem Historiker Dr. Ioan Dorin Rus als Autoren und Herausgeber des Werks gewürdigt. Der rumänisch-orthodoxe Geistliche versteht das Werk nicht nur als historische Dokumentation, sondern als Beitrag zur geistigen und kulturellen Selbstvergewisserung der rumänischen Diaspora. Die Autoren legten eine umfassende Sammlung von Persönlichkeiten vor, die das rumänische Leben in Wien über Jahrhunderte hinweg geprägt haben. Darüber berichtete die Metropolie auf ihrer Webseite.

Das Buch versammelt insgesamt 460 Biografien von Rumänen, die zwischen 1683 und 1918 in der Habsburger Metropole studierten, arbeiteten oder wirkten. Darunter finden sich zahlreiche Juristen, Politiker, Akademiemitglieder, Ärzte, Künstler und Geistliche, die maßgeblich zur Entwicklung Rumäniens beitrugen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle der Kirche: Priester Dr. Nicolae Dura hebt hervor, dass Geistliche und kirchliche Strukturen entscheidend zur Bewahrung von Identität, Sprache und Zusammenhalt in der Fremde beigetragen haben.

Zugleich versteht der Geistliche das Werk als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Die historischen Lebenswege sollen die heutige rumänische Gemeinschaft in Österreich inspirieren und den Dialog zwischen den Generationen fördern. In diesem Sinne ist das Buch nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein programmatischer Beitrag zur Pflege des kulturellen Erbes und zur Stärkung der rumänischen Präsenz im europäischen Kontext.

An der Vorstellung nahmen zahlreiche Würdenträger aus der Kirche sowie Gäste aus Politik und Gesellschaft teil, darunter Victoria Roșa, Botschafterin der Republik Moldau in Österreich, und Emil Hurezeanu, ehemaliger Außenminister Rumäniens und Botschafter in Österreich.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Josiah Trenham in Belgrad über geistliche Wurzeln, Wachstum der Orthodoxie und Orientierung in der Moderne sprach.

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