Rumänisches Patriarchat warnte vor Pride-Parade in Bukarest
Bukarest bereitet sich auf die Pride-Parade am 13. Juni vor, während die orthodoxe Kirche unter Leitung von Patriarch Daniel zur Besonnenheit aufruft. Foto: Patriarchat
Vor der für Samstag, 13. Juni 2026, geplanten Pride-Parade in Bukarest hat das Rumänische Patriarchat seine seelsorgerische Besorgnis geäußert. In einer am 12. Juni veröffentlichten Erklärung mahnt Patriarch Daniel zu Ausgewogenheit, Urteilsvermögen und Verantwortung im gesellschaftlichen Umgang mit Fragen sexueller Orientierung.
Die Orthodoxe Kirche bekräftigt darin ihre Lehre, wonach die Ehe zwischen Mann und Frau die Grundlage der Familie bilde, die als „Geschenk und Segen Gottes“ verstanden werde. Öffentliche Veranstaltungen wie die Bukarest Pride, die andere Lebensmodelle propagierten, würden daher mit Sorge und Ablehnung betrachtet.
Zugleich hebt das Patriarchat die Bedeutung von sozialem Frieden und gegenseitigem Respekt hervor. Es warnt aber davor, dass derartige Veranstaltungen zur Verunsicherung spiritueller Werte beitragen könnten – insbesondere in einer Gesellschaft, die bereits unter demografischem Rückgang und sozialer Instabilität leide.
Gleichzeitig ruft die Kirchenleitung dazu auf, jede Form von beleidigender Rede, Herabwürdigung oder Gewalt strikt abzulehnen. Die Antwort orthodoxer Christen müsse von Frieden, Gebet und Achtung der Würde jedes Menschen geprägt sein. Geistliche und Gläubige werden aufgerufen, ihren Glauben in Familie, Gemeinde und Gesellschaft aktiv zu leben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass eine historische Liturgie auf der Insel Imbros drei orthodoxe Kirchenoberhäupter vereinte.
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