Historische Liturgie auf Imbros vereinte drei orthodoxe Kirchenoberhäupter
Feierliche Göttliche Liturgie auf Imbros: Der Ökumenische Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel (M.) begeht seinen Namenstag gemeinsam mit den orthodoxen Kirchenoberhäuptern Patriarch Daniel von Rumänien (l.) und Patriarch Daniil von Bulgarien (r.). F
Auf der türkischen Ägäisinsel Imbros hat der Ökumenische Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel am 11. Juni 2026 erstmals seinen Namenstag in seiner alten Heimat begangen. Die Feierlichkeiten wurden von einer gemeinsamen Liturgie mit den Patriarchen Daniel von Rumänien und Daniil von Bulgarien begleitet, wie das bulgarische Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Am Gedenktag der heiligen Apostel Bartholomäus und Barnabas leitete der Ökumenische Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel die feierliche Göttliche Liturgie in der Metropolitankirche Mariä Himmelfahrt auf seiner Heimatinsel Imbros. An dem Gottesdienst nahmen unter anderem der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil und der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel teil. Anlass ihres Besuchs waren sowohl der Namenstag des Patriarchen als auch das 35-jährige Jubiläum seiner Wahl und Inthronisierung.
Die diesjährige Feier hatte in mehrfacher Hinsicht besonderen Charakter: Erstmals beging Patriarch Bartholomäus seinen Namenstag während seiner Amtszeit auf Imbros. Zudem blickt er auf 65 Jahre im kirchlichen Dienst zurück. Der Gottesdienst markierte zugleich die erste gemeinsame Liturgie des rumänisch-orthodoxen Patriarchen Daniel mit dem bulgarisch-orthodoxen Patriarchen Daniil seit dessen Amtsantritt im Jahr 2024.
Nach der Liturgie wurde der Patriarch offiziell geehrt. Eine Grußadresse überbrachte Metropolit Emmanuel von Chalcedon, während eine Botschaft des Patriarchen von Jerusalem, Theophilos III., verlesen wurde. In seiner Ansprache würdigte der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel insbesondere das Wirken von Patriarch Bartholomäus im interreligiösen Dialog, seinen Einsatz für Frieden, Religionsfreiheit und Umweltschutz sowie die engen Beziehungen zwischen den Balkan-Patriarchaten.
Der Ökumenische Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel selbst betonte die geistliche Bedeutung des Festtages und dankte den anwesenden Kirchenoberhäuptern sowie den zahlreichen Pilgern und Gästen für ihre Teilnahme an den Feierlichkeiten auf Imbros.
Patriarch Daniil leitete am Abend ein Totengedenken an den Gräbern der Eltern und der Schwester von Patriarch Bartholomäus auf der Insel.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Patriarchalchor aus Moskau in der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad sang.
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