„Weg nach Emmaus“: Neue Interviewreihe beleuchtet Wege zur Orthodoxie
Priester Matthias Fröse (r.) im Gespräch mit Niklas-Adrian Rack über persönliche Glaubenswege zur Orthodoxie. Foto: Screenshot YouTube
Mit der Reihe „Weg nach Emmaus“ startete Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus in Mainz (Außenstelle Meisenheim) auf seinem YouTube-Kanal ein neues Interviewformat über individuelle Zugänge zur Orthodoxie. Zum Auftakt spricht er in einem am 10. Juni 2026 veröffentlichten Video mit dem YouTuber Niklas-Adrian Rack.
Die neue Gesprächsreihe stellt persönliche Glaubensbiografien in den Mittelpunkt. Inspiriert von der biblischen Emmaus-Erzählung, in der zwei Jünger auf ihrem Weg Christus begegnen, greift das Format die Suche vieler Menschen nach Wahrheit, Glauben und kirchlicher Heimat auf. Ziel ist es, unterschiedliche Wege zur Orthodoxie sichtbar zu machen und gegenseitiges Verständnis zu fördern.
Im ersten Interview berichtet Niklas-Adrian Rack vom YouTube-Kanal OrthMedien des Orthodoxen Informationszentrums um Priester Alexej Veselov aus Krefeld ausführlich von seinem eigenen Weg, der ihn über atheistische Überzeugungen, philosophische Ansätze sowie Erfahrungen mit verschiedenen Religionen schließlich zur Orthodoxie führte. Ausgangspunkt seiner Suche waren grundlegende Fragen nach Leid und Sinn, die ihn zunächst in den Atheismus und zu Philosophen wie Nietzsche oder Camus führten, ohne dass er dort tragfähige Antworten fand.
In der weiteren Suche wandte sich Rack verschiedenen Religionen zu, darunter Buddhismus und Hinduismus, wo er zeitweise intensiv praktizierte und sogar den Weg in ein Kloster erwog. Dennoch blieb für ihn die zentrale Gottesfrage unbeantwortet. Erst die erneute Auseinandersetzung mit dem Christentum sowie Begegnungen mit orthodoxen Inhalten im Internet und vor Ort führten ihn schrittweise zur Orthodoxie.
Eine Schlüsselrolle spielten schließlich konkrete Erfahrungen in orthodoxen Gemeinden: die erste Begegnung mit der Liturgie, persönliche Gespräche sowie die als besonders tief empfundene Glaubenspraxis. Neben rationalen Überlegungen beschreibt Rack vor allem eine wachsende innere Gewissheit und spirituelle Erfahrung, die seinen weiteren Weg bestimmte.
Besonders prägend seien für ihn die Begegnungen innerhalb orthodoxer Gemeinden gewesen. Rack hebt die Offenheit, Geduld und Herzlichkeit der Gläubigen hervor, die ihm den Zugang erleichtert hätten. Neben theologischer Reflexion hätten vor allem die liturgische Erfahrung und das gelebte Gemeindeleben eine entscheidende Rolle für seine Entwicklung gespielt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Patriarchalchor aus Moskau in der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad sang.
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Priester Matthias Fröse startete Gesprächsformat über persönliche Glaubenswege – zum Auftakt berichtet Niklas-Adrian Rack
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