Zwei evangelische Kirchen in Köln stehen vor möglichem Abriss
Die Zukunft der Thomasskirche ist besiegelt, der Abriss beschlossen. Foto: Chris06/Wikipedia
Die evangelische Kirche in Köln plant aus finanziellen Gründen die Aufgabe zweier Gotteshäuser: der Lutherkirche in der Südstadt und der Thomaskirche im Agnesviertel. Hintergrund sind sinkende Mitgliederzahlen und damit verbundene Einnahmeverluste, die den Unterhalt der Gebäude zunehmend erschweren. Darüber berichtete der WDR am 11. Juni 2026.
Nach Angaben der Gemeinde ist die Zahl der Mitglieder in den vergangenen Jahren um rund ein Viertel zurückgegangen. Gleichzeitig steigen die teils selbst auferlegten Anforderungen an die Gebäude: Bis 2035 müssen alle Kirchen klimaneutral sein. Vor diesem Hintergrund habe man die fünf Standorte überprüft und entschieden, sich von zwei Kirchen zu trennen, um langfristig Planungssicherheit zu gewinnen.
Für die Thomaskirche ist der weitere Weg bereits klar: Sie soll im Herbst entwidmet und abgerissen werden. Auf dem Gelände sind Wohnungen, Büros und soziale Einrichtungen vorgesehen. Die Zukunft der Lutherkirche hingegen ist noch offen. Zwar ist auch dort eine Entwidmung angesetzt, doch insbesondere der denkmalgeschützte Turm gilt als erhaltenswert.
Der mögliche Verlust der Lutherkirche sorgt über die Gemeinde hinaus für Kritik. Das Gebäude ist ein wichtiger kultureller Ort mit zahlreichen Konzerten und sozialen Angeboten. Stimmen aus Kirche und Stadtgesellschaft fordern daher alternative Nutzungskonzepte sowie finanzielle Unterstützung, um den Standort zu erhalten. Eine konkrete Lösung ist bislang jedoch nicht in Sicht.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Patriarchalchor aus Moskau in der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad sang.
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