Staatsbesuch in Montenegro: Macron im orthodoxen Kloster Cetinje empfangen

Der französische Präsident Emmanuel Macron (M.), Montenegros Präsident Jakov Milatović (r.) und Metropolit Joanikije (l.) mit einer Dolmetscherin beim Treffen im Kloster Cetinje. Foto: Diözese

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat gemeinsam mit Montenegros Präsidenten Jakov Milatović am 4. Juni 2026 das serbisch-orthodoxe Kloster Cetinje besucht. Dort trafen sie mit Metropolit Joanikije von Montenegro und dem Küstenland zusammen. Darüber berichtete die Metropolie auf ihrer Webseite.

Im Kloster wurden die beiden Präsidenten feierlich empfangen. Der serbisch-orthodoxe Metropolit Joanikije stellte Macron und dessen Delegation die Geschichte des traditionsreichen Klosters sowie die dort verwahrten bedeutenden Reliquien vor. Anschließend fand im sogenannten Metropolitanhaus ein offizieller Empfang statt, bei dem in herzlicher Atmosphäre aktuelle politische und gesellschaftliche Themen diskutiert wurden. Macron erläuterte dabei die Hintergründe seines Besuchs sowie die Perspektiven Montenegros im Hinblick auf eine mögliche Mitgliedschaft in der Europäischen Union.

Der Metropolit betonte in seinem Beitrag die Rolle der serbisch-orthodoxen Kirche bei der Bewahrung des kulturellen und geistlichen Erbes der Region. Zugleich hob er die Bedeutung des Besuchs des französischen Präsidenten hervor. Im Gespräch erinnerten die Beteiligten zudem an die historisch engen Beziehungen zwischen ihren Ländern, insbesondere an die Bündnisse während des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Auch die Ausbildung zahlreicher montenegrinischer Persönlichkeiten an französischen Universitäten wurde als verbindendes Element hervorgehoben.

Zum Abschluss des Treffens unterstrich Metropolit Joanikije die kulturelle und spirituelle Bedeutung Montenegros für Europa und verwies auf Werte wie Freiheit, Würde und Opferbereitschaft. Präsident Macron dankte für den Empfang und das offene Gespräch. Als Zeichen der Erinnerung überreichte der Metropolit ihm eine Nachbildung des sogenannten „Podgorica-Bechers“, eines frühchristlichen Artefakts aus der Region.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Schio die 73. Massen-Taufe von Kindern in Georgien leiten wird.

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