Vier Todesurteile nach Anschlag auf katholische Kirche in Nigeria
Blutiger Anschlagsort: Die St.-Francis-Kirche in Owo wurde am 5. Juni 2022 während eines Gottesdienstes Ziel eines tödlichen Angriffs. Foto: Kirche in Not
Ein Gericht in Nigeria hat vier Männer wegen ihrer Beteiligung an einem tödlichen Anschlag auf eine katholische Kirche zu Tode verurteilt. Bei der Attacke am 5. Juni 2022, dem Pfingstsonntag, waren mehr als 40 Menschen getötet und über 100 weitere verletzt worden. Ein fünfter Angeklagter wurde freigesprochen, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 4. Juni 2026 berichtete.
Den Verurteilten im Alter zwischen 20 und 26 Jahren wird vorgeworfen, die römisch-katholische St.-Francis-Kirche in Owo im Südwesten des Landes während eines Gottesdienstes überfallen zu haben. Bewaffnete Täter hatten das Feuer auf die Gläubigen eröffnet und Sprengsätze gezündet. Das Gericht in Abuja wertete das Pfingsmassaker als Terroranschlag und sah es als erwiesen an, dass die Angreifer Mitglieder der islamistischen Miliz Al-Shabaab waren.
Für die Vollstreckung der Todesurteile ist nun die Zustimmung von Präsident Bola Tinubu erforderlich. Medienberichten zufolge wurden in Nigeria seit Jahren keine Hinrichtungen mehr durchgeführt. Der Anschlag von Owo galt als ungewöhnlich, da islamistische Gewalt sonst vor allem im Norden des Landes verübt wird.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das ROKA-Kloster Jordanville zum Widerstand gegen einen Windpark aufruft.
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