Katholikos Garegin II. verbot staatliche Einmischung in Kirche
Katholikos aller Armenier Garegin II. Foto: TASS
Am 2. Juni 2026 erklärte der Katholikos aller Armenier, Garegin II., bei einem Treffen mit Medienvertretern, dass die Armenische Apostolische Kirche nicht zulassen werde, dass staatliche Strukturen oder politische Machthaber die innere Ordnung der Kirche unter ihre Kontrolle stellen. Das Oberhaupt der Armenischen Apostolischen Kirche betonte, dass die Position des Klerus fest und eindeutig bleibe und die Kirche bereit sei, ihre Kanones zum Wohl des Volkes und des Vaterlandes zu verteidigen. Darüber berichtete ArmInfo.
Garegin II. äußerte sich auch zu Drohungen der Behörden, ihn verhaften zu lassen, und erklärte, dass gegen Vertreter des Klerus inzwischen bereits mehr als zehn Strafverfahren eingeleitet worden seien. Seinen Worten zufolge unternehmen politische Kräfte erhebliche Anstrengungen, um den Katholikos abzusetzen und die Kirche ihrem Willen zu unterwerfen.
„Wir werden weder dem Druck noch irgendeiner Form von Gewalt nachgeben“, betonte Garegin II. Er fügte hinzu, dass er und seine Mitstreiter selbst im Falle einer Verhaftung auf legalem Wege für Gerechtigkeit eintreten und ihre Mission nicht aufgeben würden.
Der Katholikos wies zudem Vorwürfe zurück, wonach die Kirche aus politischen Motiven handle. Die Armenische Apostolische Kirche sei eine gesamtnationale geistliche Institution und könne daher keine einzelnen Parteien unterstützen. Zugleich unterstrich er, dass die Kirche verpflichtet sei, zu Fragen Stellung zu nehmen, die die Existenz des Landes bedrohen oder die Gesellschaft bewegen.
Abschließend dankte Garegin II. dem Ökumenischen Rat der Kirchen und würdigte zugleich die Haltung aller Geistlichen der Armenischen Apostolischen Kirche.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die US-Abgeordnete Luna die Mobilisierung von UOK-Geistlichen für rechtswidrig hält.
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