„Die göttliche Liturgie ist das Zentrum unseres Lebens“

Priester Konstantin Anikin predigte in Berlin. Foto: Screenshot YouTube

Zum Pfingstsonntag (31. Mai 2026) predigte Priester Konstantin Anikin in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Isidor zu Berlin über die Herabkunft des Heiligen Geistes, die geistliche Verwandlung der Apostel und den Auftrag der Gläubigen, ihre Gaben im Dienst Gottes einzusetzen. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Im Zentrum der Predigt steht das biblische Pfingstereignis: Aus verunsicherten und ängstlichen Jüngern werden durch den Heiligen Geist mutige Verkünder des Evangeliums. Priester Konstantin Anikin hebt besonders das Sprachwunder hervor, das es den Aposteln ermöglichte, die Botschaft Christi allen Völkern verständlich zu verkünden. Diese Gabe sei Ausdruck der göttlichen Kraft, die menschliche Grenzen überwindet.

Der Priester überträgt dieses Geschehen auf die Gegenwart und betont die Verantwortung der Gläubigen, ihre eigenen Fähigkeiten nicht ungenutzt zu lassen. Durch Taufe und Myronsalbung würden diese Gaben gestärkt und seien bewusst in den Dienst Gottes zu stellen. Als konkretes Beispiel nennt er die Gemeinde selbst, die den orthodoxen Glauben in deutscher Sprache verkündet – ein ungewöhnlicher, aber geistgewirkter Auftrag.

Abschließend unterstreicht der Geistliche die zentrale Bedeutung der Göttlichen Liturgie als Herz des kirchlichen Lebens. In ihr werde die Gemeinschaft mit der himmlischen Kirche erfahrbar, und die Gläubigen nähmen Anteil an der Gnade Gottes. Das Pfingstfest sei daher ein Anlass zur Dankbarkeit und zur erneuten Hinwendung zum Wirken des Heiligen Geistes im persönlichen und gemeinschaftlichen Leben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Martinos Petzolt zum Wachstum im Glauben in kleinen Schritten riet.

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