Oberhaupt der Bessarabienschen Metropolie der Rumänischen Kirche tritt zurück

Metropolit Petru bat darum, von seinem Amt als Erzbischof von Chișinău und Metropolit von Bessarabien entbunden zu werden. Foto: newsmaker

Am 30. Mai wurde bekannt, dass das Oberhaupt der Bessarabienschen Metropolie der Rumänischen Orthodoxen Kirche, Metropolit Petru, aus gesundheitlichen Gründen ein Rücktrittsgesuch eingereicht hat. Dies wurde auf der offiziellen Webseite der Metropolie mitgeteilt.

Den veröffentlichten Informationen zufolge bat der Hierarch darum, ab dem 1. Juni 2026 von seinen Pflichten als Erzbischof von Chișinău und Metropolit von Bessarabien entbunden zu werden. In diesem Zusammenhang ernannte Patriarch Daniel den Metropoliten von Moldau und der Bukowina, Theophan, zum kommissarischen Verwalter der Bessarabienschen Metropolie bis zur Wahl eines neuen Oberhauptes.

Der Pressedienst der Bessarabienschen Metropolie bestätigte, dass Metropolit Petru seinen Posten aufgrund seines hohen Alters und seines Gesundheitszustandes verlassen habe. Vertreter der Metropolie erklärten zudem, dass die Entscheidung über seinen Rücktritt bereits am 27. Mai getroffen worden sei.

Metropolit Petru gilt als eine der bekanntesten Persönlichkeiten der rumänischen Orthodoxie in Moldau. Nach dem Zerfall der Sowjetunion spielte er eine Schlüsselrolle bei der Wiederaufnahme der Tätigkeit der Bessarabienschen Metropolie unter der Jurisdiktion des Rumänischen Patriarchats und leitete sie mehr als drei Jahrzehnte lang.

Der künftige Hierarch erhielt seine geistliche Ausbildung am orthodoxen Priesterseminar in Odessa und wurde 1990 von Patriarch Alexij II. zum Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche geweiht. Ein Jahr später wechselte er in die Jurisdiktion der Rumänischen Orthodoxen Kirche, wo er später die Bessarabiensche Metropolie leitete.

In den vergangenen Tagen stand der Name von Metropolit Petru im Mittelpunkt der rumänischen Medienberichterstattung im Zusammenhang mit Veröffentlichungen, die ein breites öffentliches Echo auslösten.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Orthodoxe Kirche den Tag des Heiligen Geistes feiert.

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