„Geburtstag der Kirche“: Predigt über Pfingsten und missionarischen Auftrag
Pfingstgottesdienst in der St.-Barbara-Kirche: Die Herabkunft des Heiligen Geistes beschrieb Diakon Igor Willimowski als Geburtsstunde der Kirche. Foto: Screenshot YouTube
Am Pfingstsonntag (31. Mai 2026) predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld über die Bedeutung von Pfingsten als „Geburtstag der Kirche“, die Sendung des Heiligen Geistes und den fortdauernden Missionsauftrag der Gläubigen. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
In seiner Predigt erklärte Diakon Igor Willimowski die theologische Bedeutung des Pfingstfestes im Anschluss an Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Erst mit der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel beginne die eigentliche Verkündigung des Evangeliums, wodurch Pfingsten als Geburtsstunde der Kirche verstanden werde. Die Fähigkeit der Apostel, in verschiedenen Sprachen zu sprechen, habe dabei die universale Mission der Kirche ermöglicht.
Mit Blick auf die Gegenwart betonte der Diakon, dass sprachliche Barrieren heute kaum noch eine Rolle spielten. Besonders im deutschsprachigen Raum habe sich der Zugang zu orthodoxen Inhalten stark verbessert. Zugleich hob er die Bedeutung mehrsprachiger Gottesdienste hervor, die zur Einheit der Gläubigen beitrügen und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen förderten.
Der Geistliche verwies zudem auf ein wachsendes Interesse junger Menschen am Glauben. In einer von Unsicherheit und Wandel geprägten Welt suchten viele nach Orientierung und Sinn. Der orthodoxe Glaube werde dabei als Ort von Klarheit, Beständigkeit und geistlicher Tiefe wahrgenommen.
Abschließend rief der Prediger dazu auf, den Glauben authentisch zu bewahren und aktiv zu leben. Dies geschehe durch die Beschäftigung mit der biblischen Überlieferung, die regelmäßige Teilnahme am kirchlichen Leben und die Weitergabe des Glaubens in Wort und Tat – über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije zur Verabschiedung des Gürtels der Gottesmutter einlädt.
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