KI schrieb ganze Absätze der Papst-Enzyklika, ergab eine Untersuchung

Papst Leo XIV. Foto: taNea.gr

Der Forscher Lynch Zhang entdeckte Hinweise auf KI-generierte Inhalte in der neuen Enzyklika von Leo XIV. mit dem Titel Magnifica Humanitas. Der spezielle Detektor Pangram registrierte das Vorhandensein künstlicher Intelligenz in mehreren Abschnitten des Dokuments. Dem Bericht zufolge bestehen einzelne Teile des Textes vollständig aus maschinell erzeugtem Inhalt. Darüber berichtete Life Site News.

Die Analyse ergab, dass der siebte und der achte Absatz der Enzyklika zu hundert Prozent von einer KI erstellt worden seien. Andere Teile des Dokuments enthielten laut der Untersuchung bis zu sechzig Prozent generierten Inhalts. Zhang vermutete, dass hochrangige Vertreter des Vatikans das KI-Modell Claude zur Vorbereitung der Texte genutzt hätten. Der Detektor erkannte typische Merkmale algorithmischer Sprachmuster, darunter spezifische rhetorische Formulierungen und häufige Verwendung bestimmter Begriffe. Vergleichbare Dokumente von Benedikt XVI. und Johannes Paul II. bewertete das System hingegen als vollständig menschlich verfasst.

Die Situation erscheint insofern ironisch, als die Enzyklika selbst dazu aufruft, die Würde der menschlichen Person im Zeitalter technologischer Entwicklungen zu schützen. Der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Abfassung von Belehrungen zur menschlichen Würde weist auf grundlegende Probleme bei der Dokumentenvorbereitung der römischen Kurie hin.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass UOJ Deutschland sich und seine Arbeit in einem neuen Video vorgestellt hat.

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