Orthodoxe Pilger ehren den heiligen Willibrord in Luxemburg
Pilger der russisch-orthodoxen Gemeinde Luxemburg besuchten die dem heiligen Willibrord geweihten Kirche in Rindschleiden. Foto: Gemeinde
Gläubige der russisch-orthodoxen Gemeinde St. Peter und Paul in Luxemburg haben am 10. Mai 2026 erstmals eine orthodoxe Pilgerfahrt nach Rindschleiden unternommen. Im Zentrum stand die Verehrung des heiligen Willibrord, dessen Wirken als geistliches Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart hervorgehoben wurde. Darüber berichtete die Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) auf ihrer Webseite.
Ziel im kleinen Weiler Rindschleiden war die historische Kirche, die dem heiligen Willibrord geweiht ist und deren Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Vor Ort sprachen die Gläubigen ein Gebet zu Ehren des „Apostels der Friesen“. Ein Reliquienfragment des Heiligen wurde zur Verehrung ausgestellt. Erzpriester Ioan Grigoriță, Rektor der Luxemburger Pfarrei, betonte in seiner Ansprache die zentrale Bedeutung einheimischer Heiliger: Ihr Andenken bilde eine wesentliche Grundlage für die Kontinuität und Stärkung des kirchlichen Lebens.
Die Gemeinde übergab der Kirche in Rindschleiden orthodoxe Ikonen des heiligen Willibrord sowie des Sergius von Radonesch. Diese Gaben sollen nach den Worten des Priesters eine „spirituelle Brücke“ zwischen der orthodoxen Gemeinde und der lokalen kirchlichen Tradition schaffen und die lebendige Erinnerung an den Missionar bewahren.
Auch Vertreter der Gemeinde Groussbus-Wal nahmen an der Begegnung teil und würdigten das Ereignis als historisch: Erstmals sei an diesem Ort ein orthodoxes Gebet gesprochen worden. Der Pilgertag endete mit einem Besuch des örtlichen Museums und wurde von den Teilnehmern als geistlich prägend hervorgehoben. Als angelsächsischer Missionar des späten 7. und frühen 8. Jahrhunderts wirkte Willibrord vor allem in Friesland und den heutigen Benelux-Gebieten, wo er maßgeblich zur Christianisierung der Region beitrug.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniel vor einer Krise der Familie warnte und mehr Unterstützung forderte.
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