In Ungarn wurde die wundertätige Koviner Ikone der Gottesmutter feierlich geehrt

Orthodoxe Gläubige während der Feierlichkeiten im Kloster Srpski Kovin in Ungarn. Foto: Nikolaj Mitra.

Am Samstag, dem 23. Mai 2026, wurde im Kloster der Entschlafung der Allheiligen Gottesgebärerin in Srpski Kovin (Ráckeve) – der ältesten orthodoxen und serbischen Stiftung in Ungarn und dem heute einzigen orthodoxen Männerkloster des Landes – feierlich das Fest der wundertätigen Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin von Kovin begangen, dem größten und meistverehrten Heiligtum der Serben in Ungarn. Das berichtet ein UOJ-Korrespondent.

Die wundertätige Koviner Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin im Kloster Srpski Kovin in Ungarn. Foto: Nikola Mitra.

Die wundertätige Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin von Kovin nimmt seit Jahrhunderten einen besonderen Platz im spirituellen Leben des serbischen Volkes in dieser Region ein. Über die zahlreichen Heilungen und Wunder, die sich vor ihr ereignet haben, sind viele Zeugnisse und schriftliche Aufzeichnungen erhalten geblieben. In alten Quellen wird sie zudem als die am meisten verehrte Ikone unter den Serben im historischen Ungarn erwähnt.

Die diesjährigen Feierlichkeiten zogen eine große Zahl von Gläubigen aus Ungarn, Österreich, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien an. Das Fest begann mit der Heiligen Liturgie, der der Igumen (Abt) der heiligen Bruderschaft des Klosters Srpski Kovin, Archimandrit Metodije Marković, vorstand. Mit ihm konzelebrierten Erzpriester Tencho Vesselinov (Priester der Bulgarischen Orthodoxen Kirche aus Österreich), Priester Zoltán Rausch (Priester der Orthodoxen Kirche der Tschechischen Länder und der Slowakei), sowie Erzpriester Róbert Szentiramay (Priester des Ökumenischen Patriarchats aus Ungarn). Ebenfalls anwesend waren Priester Kirill Tatarka (Russisch-Orthodoxe Kirche in Ungarn), Hierodiakon Nestor Džavrić (Mitbruder des Klosters Srpski Kovin) und Diakon András Sólyom (Diakon am Kloster).

Die Komovi (Paten) der diesjährigen Slava zu Ehren der wundertätigen Ikone waren Darko und Slavica Veljović mit ihrer Familie aus Wien. Nach der Heiligen Liturgie und der Segnung der Festgaben wurde die Patenschaft für das kommende Jahr an Snežana Karanović, Bojana Perić und Mila Stanković aus Wien sowie an Dijana Borković aus Banja Luka übergeben.

Die Feier dieses großen Festes wurde im Klosterhof mit einem reichhaltigen kulturellen Programm fortgesetzt. Es trat ein Kultur- und Folklorenverein aus dem serbischen Dorf Lovra auf, der unter der Leitung von Bürgermeister Đuro Bogdan und Branka Ćosić traditionelle serbische Tänze (Kolo) aufführte. Auch Kinder aus Wien trugen mit ihrem Auftritt dazu bei, den Feierlichkeiten zusätzlichen Glanz zu verleihen.

Zuvor hatte UOJ berichtet, dass serbische Chöre zu Christi Himmelfahrt in Stuttgart ein Konzert gaben.

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