„Die Kirche ist eins immer in der Wahrheit, nicht in Kompromissen“

Erzpriester Matthias Zierenberg predigte in Limburg-Dietkirchen. Foto: Screenshot YouTube
In seiner Predigt zum Sonntag der Heiligen Väter des Ersten Ökumenischen Konzils, dem 24. Mai 2026, in der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen sprach Erzpriester Matthias Zierenberg über die Offenbarung Gottes in Christus, die Bedeutung der rechten Lehre und die Teilhabe der Gläubigen an der Verherrlichung Gottes. Die Gemeinde veröffentlicht die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.
Ausgehend vom Evangelium des Sonntags (Joh 17,1–13) betonte Erzpriester Matthias Zierenberg die einzigartige Tiefe der dort offenbarten „innergöttlichen Zusammenhänge“, die bereits von Anfang an Bestandteil des Glaubens gewesen seien und durch die Väter des Konzils von Nizäa nicht erfunden, sondern bestätigt wurden. Gottes Wesen sei eine ewige Verherrlichung in sich selbst, die in Christus auch in der Zeit sichtbar werde – insbesondere durch Auferstehung und Himmelfahrt.
Diese Verherrlichung schließe die Gläubigen mit ein: Indem Christus Gott offenbare, ermögliche er den Menschen die Gotteserkenntnis, die zugleich das ewige Leben bedeute. Die Kirche sei der Ort dieser Erkenntnis, da nur durch die überlieferte Lehre und Tradition der wahre Glaube bewahrt werde. „Rechte Verherrlichung“ – verstanden als Orthodoxie – vollziehe sich daher im Einklang mit dem Glauben der Kirche.
Zugleich hob der Prediger hervor, dass die Offenbarung Gottes als Vater erst durch Christus vollständig zugänglich geworden sei. Gott könne nicht erkannt werden ohne die Erkenntnis Christi als seines Sohnes. Diese Wahrheit sei von den Vätern gegen Irrlehren verteidigt worden und bleibe Maßstab kirchlichen Glaubens bis heute.
Mit Blick auf die Einheit der Kirche warnte Erzpriester Matthias Zierenberg vor einem Verständnis von Einheit, das auf Kompromissen beruhe. „Die Kirche ist eins immer in der Wahrheit, nicht in Kompromissen, keine vielgestaltige bunte Einheit in Wahrheit, nicht in ökumenischen Übereinkünften“, betonte er und wandte sich gegen eine bloß äußerliche oder verhandelbare Einheit.
Die Gläubigen seien aufgerufen, im Wachstum des Glaubens zu bleiben, damit ihre Erkenntnis Gottes vertieft werde und ihre Freude in der Gemeinschaft mit Christus zur Vollendung komme.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Stuttgart eine festliche Liturgie zu Ehren von Großfürstin Katharina Pawlowna stattfand.
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