Der rumänische Patriarch Daniel rief zum Gebet für die Einheit der Kirche auf

Patriarch Daniel während seiner Predigt in der Kapelle der Patriarchalresidenz in Bukarest. Foto: ziarullumina.ro

Mit einem eindringlichen Appell hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel dazu aufgerufen, nicht nur über die Einheit der Kirche zu sprechen, sondern aktiv für sie zu beten. Anlass war der Sonntag (24. Mai 2026) der Heiligen Väter des Ersten Ökumenischen Konzils von Nizäa, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

In seiner Predigt während der Göttlichen Liturgie in der Patriarchalresidenz erinnerte Patriarch Daniel an die Bedeutung des Konzils von Nizäa (325), bei dem die Göttlichkeit Jesu Christi bekannt und die Grundlagen des Glaubensbekenntnisses formuliert wurden. Dieses gemeinsame Bekenntnis bilde bis heute das Fundament der Einheit der Kirche.

Zentral stellte der Hierarch das hohepriesterliche Gebet Christi heraus, in dem dieser um die Einheit seiner Jünger bittet. Diese Einheit sei keine bloße organisatorische Größe, sondern eine geistliche Gemeinschaft in Liebe und Wahrheit. Zugleich warnte der Hierarch vor der Gefahr der Spaltung, die aus menschlicher Schwäche und Zwietracht entstehen könne.

Vor diesem Hintergrund betonte Patriarch Daniel, dass die Einheit der Kirche nur durch das Zusammenwirken von rechtem Glauben, gemeinsamem Leben und beständigem Gebet bewahrt werden könne. Es genüge nicht, über Einheit zu sprechen – vielmehr müssten die Gläubigen aktiv um sie ringen und sie geistlich stärken.

Abschließend rief der Hierarch dazu auf, den apostolischen Glauben treu zu bewahren und ihn durch ein Leben der Umkehr, der Nächstenliebe und der Heiligkeit zu bezeugen. Nur so könne die Kirche in einer zunehmend verwirrten Welt ihre Einheit festigen und die verheißene Freude Christi erlangen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon die Liebe als Weg zur Gotteserkenntnis beschrieb.

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