Heiliger Gürtel der Gottesmutter prägte Himmelfahrts-Prozession in Belgrad

Der Heilige Gürtel der Gottesmutter wurde während der Prozession durch die Straßen Belgrads getragen und von Zehntausenden Gläubigen verehrt. Foto: Patriarchat
Am Fest der Christi Himmelfahrt (21. Mai 2026) stand die serbisch-orthodoxe Prozession in Belgrad ganz im Zeichen des Heiligen Gürtels der Allerheiligsten Gottesgebärerin. Die Reliquie zog Zehntausende Gläubige an und prägte die größte Gebetsversammlung in der Geschichte der serbischen Hauptstadt, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Himmelfahrts-Prozession stand mit dem Heiligen Gürtel der Gottesmutter eine der bedeutendsten Reliquien der Christenheit. Die Reliquie war am Vortag aus dem Athos-Kloster Vatopedi nach Belgrad gebracht worden, begleitet von Abt Ephraim, und wurde Patriarch Porfirije übergeben. Bereits vor der Prozession warteten Tausende Gläubige stundenlang, um den Gürtel zu verehren.
Während der feierlichen Prozession wurde die Reliquie von der Himmelfahrts-Kirche zur Kirche des Heiligen Sava durch die Straßen der Stadt getragen und entwickelte sich zum geistlichen Zentrum der gesamten Versammlung. Die Gläubigen verbanden mit ihr Gebete für Kranke, Leidende, Verstorbene und das gesamte Volk. Die Prozession führte bis zum Plateau des Sava-Tempels, wo der Gürtel besonders feierlich empfangen wurde.
In seiner anschließenden Predigt hob Patriarch Porfirije die geistliche Bedeutung der Reliquie hervor. Der Gürtel erinnere daran, dass die Gottesmutter selbst ihn getragen habe, und sei ein Zeichen des lebendigen Glaubens. Zugleich betonte er, dass der Glaube nicht auf den Kirchenraum beschränkt bleiben dürfe, sondern in alle Bereiche des Lebens hineinwirken solle.
Auch die Verbindung zum Heiligen Berg Athos wurde hervorgehoben: Neben Abt Ephraim nahm auch der Hilandar-Abt Methodius teil. Die Anwesenheit der Reliquie wurde als besonderer Segen für Belgrad und das gesamte Volk verstanden und als Ausdruck einer lebendigen geistlichen Tradition gedeutet.
Die UOJ berichtete zuvor, das Erzbischof Tichon zu Himmelfahrt in Wertheim zelebrierte.
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