Serbischer Priester bezeichnet Tomos der OKU als Verstoß gegen kanonischen Vorschriften

Priester Miladin Mitrović. Foto: UOJ in Serbien

Priester der Serbischen Kirche Miladin Mitrović äußerte sich auf der internationalen Konferenz „Schutz der religiösen Rechte und des orthodoxen Erbes“ in Belgrad zu den Folgen des kirchlichen Schismas in der Ukraine. Dies berichtet die UOJ in Serbien.

Die Veranstaltung wurde vom Institut für geostrategische Studien organisiert und fand im Pressezentrum des Journalistenverbandes Serbiens statt. In seinem Vortrag „Die kanonische Einheit der Orthodoxie als wichtiges Element der geopolitischen Stabilität der heutigen Welt“ erklärte Mitrović, dass die offene Spaltung in der Orthodoxie in direktem Zusammenhang mit der Verleihung des Tomos der Autokephalie an die ukrainischen Schismatiker durch den Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus, stehe. Er bezeichnete diesen Schritt als „grobe Verletzung der kanonischen Normen der Orthodoxen Kirche“.

Laut Mitrović haben die einseitigen Entscheidungen des Phanars zu einer schweren Krise in den Beziehungen zwischen den lokalen orthodoxen Kirchen geführt. Die Ukraine-Frage, betonte er, habe den lokalen Rahmen überschritten und sei zu einem der zentralen Themen in den heutigen interorthodoxen Beziehungen geworden. Der Priester wies zudem darauf hin, dass die Mehrheit der orthodoxen Landeskirchen die OKU nicht anerkannt habe und die UOK unterstütze.

Mitrović forderte alle Ortskirchen auf, durch einen synodalen Dialog Wege zur Überwindung der Spaltungen zu suchen. Er schlug vor, ein neues Treffen in Amman zu organisieren, und wandte sich an den Patriarchen von Jerusalem, Theophilos, mit der Bitte, einen synodalen Dialog zur Überwindung der Krise in der orthodoxen Welt in die Gänge zu bringen.

Wie die UOJ berichtete, hat sich der Bischofsrat der Serbischen Kirche für die UOK eingesetzt. Die Serbische Orthodoxe Kirche setzt sich konsequent für die Erhaltung der kanonischen Strukturen in der orthodoxen Welt ein und erkennt die OKU nicht an.

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