Ansprache des georgischen Patriarchen Schio III. zum Tag der Heiligkeit der Familie

Patriarch Schio III. von Georgien. Foto: UOJ
Am 17. Mai 2026 wurde in allen Städten Georgiens der Tag der Heiligkeit der Familie und der Ehrung der Eltern gefeiert. In allen Kathedralen fanden festliche Gottesdienste statt, wie die UOJ in Georgien berichtet.
Die Göttliche Liturgie in der Dreifaltigkeitskathedrale wurde vom georgischen-orthodoxen Patriarch Schio III. geleitet. Nach dem Gottesdienst hielt er eine Predigt vor der Gemeinde und den Anwesenden, in der er die Rolle nicht nur der Kirche und des Staats in der Erziehung der nächsten Generationen hervorhob, sondern auch die Wichtigkeit der christlichen Werte für die gesamte Gesellschaft. Seine vollständige Predigt veröffentlicht die UOJ.
Heute feiert unsere Kirche und unser Volk den Tag der Heiligkeit der Familie und der Ehrung der Eltern, der vom verstorbenen Katholikos-Patriarchen von Georgien, Ilia II., eingeführt wurde. Sie wissen, welche große Bedeutung er der Bewahrung moralischer Werte beimaß. Dieses Jahr begehen wir diesen Tag zum ersten Mal ohne ihn. Doch durch die Feier dieses Festes lebt sein großes geistliches Erbe weiter. Auch die von ihm begründete Tradition der Massentaufen wird fortgeführt, die zu einer treibenden Kraft für den demografischen Fortschritt und die geistige Stärkung unserer Nation geworden ist. Die christliche Lehre bezeichnet die Familie als kleine Kirche, als einen geistlichen Raum, in dem, um den heiligen Johannes Chrysostomos zu zitieren, „der Herr wohnt und in dem wir durch Selbstaufopferung, Liebe und das Gebet füreinander in der Spiritualität wachsen“.
Die orthodoxe Kirche hat eine äußerst wichtige Aufgabe als Wegweiser und Fundament moralischer Werte sowie als verbindendes Element der Nation. Es ist die Kirche, die die christlichen Werte unter den Menschen stärkt, und daher ist es unerlässlich, dass sowohl die Kirche als auch der Staat zusammenarbeiten, um eine würdige Erziehung der nächsten Generation zu gewährleisten und die Heiligkeit und Liebe der Familie zu schützen.
Wenn wir von der Familie sprechen, dürfen wir unsere geistlichen Kinder nicht vergessen, die außerhalb der Grenzen Georgiens leben, und wir danken Ihnen, unsere lieben Gäste – den Vertretern der örtlichen orthodoxen Kirchen – für Ihre Fürsorge für unsere Landsleute, den Georgiern in fremden Ländern für den geistlichen Trost, den sie innerhalb der Mauern Ihrer Kathedralen finden, und für die Linderung des großen Schmerzes, der aus der Heimatferne entsteht.“
Zuvor berichtete die UOJ über die heutigen Feierlichkeiten in Tiflis.
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