Gedenken an den heiligen Sava von Serbien: Verfolgung schlug in geistliche Stärke um

Patriarch Porfirije bei der Liturgie in der Sava-Kirche in Belgrad am Gedenktag der Reliquienverbrennung des Heiligen Sava. Foto: Patriarchat

Zum Gedenktag der Verbrennung der Reliquien des heiligen Sava von Serbien am 10. Mai 2026 hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije in der Sava-Kirche in Belgrad die Liturgie gefeiert. Im Zentrum standen Predigten über Auferstehung, Tauferneuerung und die bleibende geistliche Kraft des Nationalheiligen, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtet.

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In seiner Predigt stellte der konzelebrierende Bischof Irinej von Washington, New York und Ostamerika die Auferstehung Christi als Quelle von Freude und neuem Leben heraus. Mit Bezug auf das Evangelium von der Samariterin betonte er, dass allein Christus „lebendiges Wasser“ schenke – ein Bild für die göttliche Gnade, die den geistlichen Durst des Menschen stille und zum ewigen Leben führe. Zugleich rief er dazu auf, die in der Taufe empfangene Gnade in der Osterzeit durch Buße und liturgisches Leben zu erneuern.

Mit Blick auf das Gedenken der Reliquienverbrennung erklärte der Geistliche, dass die Zerstörung der sterblichen Überreste des Heiligen dessen Wirken nicht ausgelöscht habe. Vielmehr sei sein geistliches Erbe gewachsen: Überall dort, wo seine Asche hingefallen sei, seien neue Heiligtümer und Ausdrucksformen des Glaubens entstanden. Die historische Verbrennung – angeordnet im 16. Jahrhundert durch die osmanischen Behörden, um den Einfluss des Heiligen zu brechen – wird in der serbisch-orthodoxen Tradition daher als Wendepunkt gedeutet, an dem Verfolgung in geistlicher Stärkung umschlug.

Patriarch Porfirije greift diese Gedanken in seiner Ansprache auf und deutete den Ort der einstigen Verbrennung als Symbol des Wandels: Wo früher ein Zeichen des Todes gestanden habe, erhebe sich heute mit der Sava-Kirche ein Zeichen des Lebens und der Auferstehung. Er ermutigte die Gläubigen, auch in ausweglos erscheinenden Situationen den Blick auf Christus zu richten und im Vertrauen auf Gottes Hilfe Hoffnung, Frieden und Liebe zu bewahren.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Sofian bei einem Pastoralbesuch zum Sonntag der Samariterin die Kirche als „geistliche Quelle“ beschrieb.

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