„Ein Akt historischer Gerechtigkeit“ – Kloster Vojlovica kehrt zur Kirche zurück
In Anwesenheit von Patriarch Porfirije wurden die Schenkungsurkunden unterzeichnet. Foto: Patriarchat
Die serbische Erdölgesellschaft Naftna Industrija Srbije (NIS) überträgt das Gelände des Klosters Vojlovica in Pančevo nahe Belgrad an die serbisch-orthodoxe Kirche. Das am 11. Mai 2026 unterzeichnete Schenkungsabkommen betrifft ein Areal, das sich seit 1965 innerhalb des Raffineriegeländes befindet, und wird als Schritt historischer Gerechtigkeit bewertet, wie das Patriarchat auf seiner Webseite mitteilte.
In Anwesenheit von Patriarch Porfirije und Bischof Nikanor von Banat wurde die Rückgabe als bedeutendes Signal für die Wiederherstellung kirchlichen Eigentums und die Bewahrung religiösen Erbes hervorgehoben.
Das Kloster, ursprünglich im 15. Jahrhundert gegründet, war über Jahrzehnte räumlich und rechtlich in die industrielle Infrastruktur der Raffinerie eingebunden. Mit der Schenkung erhält die Kirche nun wieder die volle Verfügung über das geistliche Zentrum, das trotz seiner Lage auf einem Industriegelände seine religiöse Funktion bewahren konnte. Die Verbindung von sakralem Ort und industrieller Umgebung galt dabei als ungewöhnliches, aber prägendes Merkmal seiner jüngeren Geschichte.
Besondere historische Bedeutung kommt dem Kloster Vojlovica auch durch die Inhaftierung von Geistlichen im Zweiten Weltkrieg zu, darunter der heilige Nikolaj Velimirović. Diese Erfahrung von Verfolgung und Standhaftigkeit prägt bis heute die spirituelle Ausstrahlung des Ortes, der als Symbol für Glaubenstreue, Leiden und geistliche Erneuerung gilt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Sofian bei einem Pastoralbesuch zum Sonntag der Samariterin die Kirche als „geistliche Quelle“ beschrieb.
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