150-jähriges Jubiläum der Alexandra-Kirche in Bad Ems gefeiert

Die orthodoxe Gemeinde der heiligen Märtyrerin Alexandra in Bad Ems. Foto: Gemeinde Bad Ems

Die orthodoxe Gemeinde der heiligen Märtyrerin Alexandra in Bad Ems hat drei Tage lang die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen ihrer Kirche sowie zum Patronatsfest begangen. Die Jubiläumsfeier zählt zu den bedeutendsten Ereignissen der Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten und versammelte zahlreiche Geistliche, Pilger und Gläubige aus Deutschland und dem Ausland, wie ROJ Bad Ems auf Instagram berichtete.

An den festlichen Gottesdiensten nahmen unter anderem Metropolit Mark sowie Metropolit Nikolaj aus New York teil. Besonders hervorgehoben wurde zudem die Anwesenheit der wundertätigen Kursk-Korennaja Ikone der Gottesmutter, die zu den wichtigsten Heiligtümern der Russischen Auslandskirche gehört und nur zu besonderen Anlässen mitgeführt wird.

Die Kirche der heiligen Alexandra in Bad Ems wurde im Jahr 1876 erbaut und gehört zu den ältesten orthodoxen Kirchen Deutschlands. Ihre Entstehung steht eng mit der Geschichte der russischen Diaspora und der engen Verbindung russischer Adelsfamilien zu den deutschen Kurorten des 19. Jahrhunderts in Zusammenhang. Zu den Besuchern von Bad Ems gehörten im Laufe der Geschichte russische Zaren, Diplomaten, Schriftsteller und Künstler, darunter Fjodor Dostojewski, Iwan Turgenew, Pjotr Tschaikowski und Sergej Rachmaninow. Mit Unterstützung Zar Alexanders II. entstand schließlich die Kirche im traditionellen russischen Stil am Ufer der Lahn.

Bis heute gilt die Kirche als eines der bedeutendsten orthodoxen Zentren in Deutschland und Europa. Neben regelmäßigen Gottesdiensten umfasst das Gemeindeleben auch Wallfahrten, Jugendarbeit, eine Sonntagsschule sowie die Tätigkeit orthodoxer Pfadfindergruppen.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass das Bischofskonzil der ROKA den gerechten Lebensweg von Hieromönch Seraphim Rose anerkannte.

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