Patriarch Porfirije: „Der Sinn des Lebens kommt von Gott“

Patriarch Porfirije während der Heiligen Liturgie in der Belgrader Markuskirche. Foto: Patriarchat

Beim Fest des heiligen Evangelisten Markus am 8. Mai 2026 hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije in Belgrad die zentrale Rolle Gottes für den Sinn des menschlichen Lebens hervorgehoben. In seiner Predigt rief er die Gläubigen dazu auf, sich am Vorbild des Evangelisten zu orientieren und als „Volk der Kirche“ zu leben. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

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In der Markuskirche in Belgrad erklärte Patriarch Porfirije, das  jeder Gläubige dazu aufgerufen sei, in Bescheidenheit und Demut Zeugnis abzulegen – so wie der Evangelist Markus, der sein Leben für Christus hingegeben und das erste Evangelium hinterlassen habe.

Inhaltlich stellte das Kirchenoberhaupt die Frage nach dem Sinn des Lebens in den Mittelpunkt. Dieser könne weder aus äußeren Umständen noch aus menschlicher Leistung entstehen. Kein Mensch sei in der Lage, aus eigener Kraft einen letzten Sinn zu schaffen. Wahrer Sinn gründe nicht im Vergänglichen, sondern allein im Ewigen. Deshalb komme der Sinn – so der Patriarch – von Gott.

Der Sinn erfülle sich nach seinen Worten in Jesus Christus, der sich den Menschen als Quelle von Leben, Liebe und Freude schenke. Der Mensch müsse jedoch selbst einen Schritt auf Gott zugehen. Auch Leid, Versuchungen und Schwierigkeiten könnten im Licht des Glaubens überwunden und zum Heil gewendet werden. Entscheidend sei ein authentisches Leben im Glauben – nicht nur eine formale Zugehörigkeit zur Kirche.

Abschließend betonte Patriarch Porfirije die Verantwortung der Gläubigen, als „Menschen des Evangeliums“ zu leben. Die Auferstehung Christi gebe dem Leben jenen Sinn, den der Mensch sich selbst nicht geben könne. Bereits ein aufrichtiges „Ich will“ im Glauben könne den Weg zu diesem Sinn eröffnen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass das serbische Patriarchat und die serbische Regierung ein Memorandum zur Gründung der St.-Sava-Universität in Belgrad unterzeichnet haben.

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