Glaube als innere Kraftquelle gegen die Logik der Welt
Patriarch Porfirije während der Liturgie in der Kirche des Heiligen Großmärtyrers Georg im Belgrader Stadtteil Čukarica.
In einer Predigt in der Kirche des Heiligen Großmärtyrers Georg im Belgrader Stadtteil Čukarica hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije am Georgstag, dem 6. Mai 2026, die zentrale Bedeutung des Glaubens für das christliche Leben hervorgehoben und die Gläubigen zur Umkehr und geistlichen Wachsamkeit ermutigt. Das Patriarchat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.
Patriarch Porfirije stellte die Auferstehung Christi als Quelle aller Heiligkeit in den Mittelpunkt. Heiligkeit komme allein von Christus, und jeder Mensch könne durch die Verbindung mit ihm Anteil daran erhalten. Diese Verbindung verwirkliche sich durch Glaube, Liebe, Gebet und das Bemühen um ein Leben nach den Geboten Gottes.
Mit Blick auf die Lebensrealität vieler Menschen sprach der Patriarch von Sorgen, Versuchungen und der Neigung, eigene Wege zu gehen. Oft versuchten Menschen, Probleme allein mit Intelligenz, Macht oder auch unlauteren Mitteln zu lösen. Christus hingegen habe den Weg der Umkehr, des Gebets und klarer Gebote gewiesen, die Orientierung und Halt geben. Wer diesem Weg folge, könne auch schwierige Lebensumstände bestehen und innerlich überwinden.
Der Glaube erscheine aus weltlicher Perspektive häufig als unvernünftig oder schwach, da die Welt auf Erfolg, Einfluss und äußere Stärke ausgerichtet sei. Doch im Inneren des Menschen eröffne sich eine tiefere Wirklichkeit, in der Gott gegenwärtig sei. Diese Erfahrung werde durch die Kirche und die Gemeinschaft der Heiligen bestätigt, betonte Patriarch Porfirije.
Am Beispiel des heiligen Großmärtyrers Georg zeigte der Patriarch auf, wie Treue zu Christus auch in Konflikt mit weltlichen Mächten führen könne. Georg, ein angesehener Heerführer, habe sich geweigert, Christen zu verfolgen, und sei deshalb unter Kaiser Diokletian gefoltert und hingerichtet worden. Gerade durch diese Standhaftigkeit sei er zum bleibenden Vorbild des Glaubens geworden.
Zum Abschluss unterstrich der Hierarch, dass das „Gesetz Christi“ über allen menschlichen Gesetzen stehe und oft im Widerspruch zu ihnen gerate. Die Kirche verkünde dieses Gesetz nicht aus Ablehnung der Welt, sondern als Zeugnis für die Wahrheit. Je stärker der Glaube sei, desto mehr hätten die Gläubigen – selbst in scheinbarer Niederlage – schon jetzt Anteil am entscheidenden Sieg über Tod, Sünde und Teufel.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die rumänisch-orthodoxe Erzdiözese für Deutschland, Österreich und Luxemburg die Pfarrersfrauen als tragende Säule des Gemeindelebens würdigte.
Lesen Sie auch
Erzbischof Tichon: Die Märtyrer Boris und Gleb zeigen den Weg des Friedens
Der Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland würdigte die ersten russischen Heiligen als Vorbilder christlicher Demut und Versöhnung
Vortrag beleuchtete den geistlichen Weg von Arsenie Boca von Prislop und sein Hauptwerk
Erzpriester Dr. Iosif-Cristian Rădulescu stellte auf der Theologischen St.-Justin-Konferenz in Geilnau das Leben, die Lehre und das geistliches Vermächtnis des Heiligen vor
Einbrecher stahlen Reliquien des heiligen Martin aus Kirche in Neuss
Die Täter hinterließen Blutspuren am Altar der katholischen Kirche und entwendeten neben den Reliquien auch ein Messbuch, das wenig später in der Nähe wiedergefunden wurde.
Religionsunterricht in Österreich bleibt trotz Debatten fest verankert
Rumänisch-orthodoxer Priester Cătălin Florin Soare verweist auf staatliche Unterstützung des konfessionellen Religionsunterrichts und sieht keine grundlegende Gefährdung des Systems
Bund Katholischer Unternehmer kritisierte geplante Wohngeldkürzung
Verband warnte vor Nachteilen für Familien, sinkenden Erwerbsanreizen und einer Verlagerung in die Grundsicherung
Hawaii-Ikone der Gottesmutter besuchte Patienten im Krankenhaus in Sofia
Patriarch Daniil spendete gemeinsam mit Bischof Irenei und einer Delegation der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland den Kranken den Segen