Gedenken im Stephansdom: 700 Teilnehmer erinnerten an Armenier-Völkermord
Vertreter verschiedener Konfessionen nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.
Im Wiener Stephansdom hat eine Gedenkveranstaltung an den Völkermord an den Armeniern erinnert. Vertreter mehrerer Kirchen und der Diplomatie nahmen teil, darunter auch ein Repräsentant der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, wie die Metropolie am 28. April 2026 auf ihrer Webseite mitteilte.
Auf Einladung der Armenisch-Apostolischen Kirche in Österreich versammelten sich rund 700 Menschen im Zentrum von Wien, um an die Opfer des Völkermordes an den Armeniern zu denken. Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche wurde durch den Vikar für Österreich, Nicolae Dura, vertreten.
Zwischen 1915 und 1918 wurden im Osmanischen Reich etwa 1,5 Millionen Armenier vertrieben, inhaftiert und getötet. Jährlich am 24. April erinnern Armenier weltweit an diese Ereignisse, die als einschneidender Teil ihrer Geschichte gelten. Traditionell rufen an diesem Tag Glocken armenischer Kirchen zum Gebet für die Opfer.
Im Rahmen der Gedenkfeier wurde ein Konzert mit Werken der Komponistin Karen Asatrian aufgeführt, interpretiert vom Chor der Wiener Philharmoniker und dem Chor des Mozarteums Salzburg. In seiner Ansprache betonte der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl die symbolische Kraft der Musik als Ausdruck von Leid und Hoffnung.
Weitere Grußwortesprachen der armenische Bischof in Österreich, Tiran Petrosyan, sowie der armenische Botschafter Andranik Hovhannisyan. Sie würdigten das Andenken an die Opfer und unterstrichen die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniel vor den sozialen und moralischen Folgen des Glücksspiels warnte.
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