Gedenken an entführte Erzbischöfe: 13 Jahre ohne Gewissheit

Seit 2013 verschwunden: Die entführten Erzbischöfe Boulos Yazigi (r.) und Mor Gregorius Yohanna Ibrahim (l.) bleiben ein Symbol für das Leid zahlreicher Vermisster im Syrienkonflikt.

Am 22. April 2026 erinnerte die Antiochenisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa auf ihrer Facebook-Seite an die Entführung der beiden Erzbischöfe Boulos Yazigi der antiochenisch-orthodoxen Kirche und Mor Gregorius Yohanna Ibrahim der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochia. Seit ihrer Verschleppung im Jahr 2013 fehlt bis heute jede Spur von ihnen.

Die beiden Geistlichen wurden am 22. April 2013 auf dem Weg von der syrisch-türkischen Grenze nach Aleppo von Unbekannten entführt. Seitdem gibt es keinerlei gesicherte Informationen über ihren Verbleib oder ihr Schicksal.

13 Jahre später ist die Ungewissheit unverändert groß. Weder Lebenszeichen noch Hinweise auf ihren Aufenthaltsort konnten bislang festgestellt werden. Der Fall zählt zu den bekanntesten ungeklärten Entführungen im Kontext des syrischen Bürgerkriegs.

In ihrem Gedenken hebt die Metropolie nicht nur das Schicksal der beiden Erzbischöfe hervor, sondern erinnert auch an zahlreiche weitere Vermisste, deren Geschichten bis heute ungeklärt geblieben sind.

Das Erinnern sei von Hoffnung getragen, auch wenn die Antworten weiterhin ausbleiben. Die Metropolie betont die Bedeutung, das Schicksal der Verschleppten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues Buch veröffentlicht, das 180 verheiratete Heilige als Vorbilder eines geistlichen Lebens in der Ehe vorstellt.

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