Israelische Armee bestraft Soldaten, der im Libanon ein Kruzifix zerstört hatte
Soldaten der IDF. Symbolfoto: Wisam Hashlamoun/Flash90
Die israelische Armee (IDF) gab am 21. April 2026 die Bestrafung eines Soldaten bekannt, der vor einigen Tagen ein Kruzifix im christlichen Dorf Debel in der Provinz Nabatiyeh im Süden des Libanon zerstört hatte, wie news.walla berichtet.
Der Soldat wurde zu 30 Tagen Arrest und zum Ausschluss von Kampfeinsätzen verurteilt. Die gleiche Strafe erhielt ein zweiter Soldat, der das Geschehen mit einer Kamera filmte.
Sechs weitere Soldaten, die bei dem Akt des Vandalismus anwesend waren, wurden zu Disziplinargesprächen vorgeladen, auf deren Grundlage weitere Entscheidungen getroffen werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Untersuchung ergab, dass die Handlungen der Soldaten einen groben Verstoß gegen die Befehle der Armee darstellten und nicht mit den Werten der IDF vereinbar sind. Der Generalstabschef bezeichnete den Vorfall als „verwerfliches Verhalten, das jenseits des Zulässigen liegt“.
Der Pressedienst der Armee bedauerte den Vorfall und teilte mit, dass die militärischen Aktionen nicht gegen die Zivilbevölkerung gerichtet seien. Nach ihren Angaben unterstützt das Kommando des Nordbezirks die Dorfbewohner dabei, die zerstörte Statue zu ersetzen. Soldaten und Offizieren wurden die Anweisungen zum Umgang mit religiösen Objekten und Symbolen erneut vermittelt.
Wie die UOJ berichtete, verbreitete sich das Foto eines Soldaten in voller Kampfausrüstung, der mit einem Vorschlaghammer eine Statue zerschlug, rasend schnell in den sozialen Netzwerken und löste einen diplomatischen Skandal aus. Premierminister Netanjahu erklärte, er sei „bestürzt und traurig“ und versprach „strenge Disziplinarmaßnahmen“.
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