Die Befürchtung eines Auszugs der Christen im Libanon hat zugenommen
Kinder in Beirut vor einem zerstörten Haus. Foto: die Tagespost
Nach den jüngsten Gefechten im Südlibanon hat das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ vor einer weiteren Zuspitzung der Lage gewarnt. Die Angriffe hätten nicht nur zivile Todesopfer gefordert und die Infrastruktur beschädigt, sondern auch viele Menschen in die Flucht getrieben. Darüber berichtete die Tagespost am 11.04.2026.
Laut der Organisation seien vor allem christliche Gemeinschaften betroffen, die häufig in kleinen Grenzdörfern ansässig sind. Viele dieser Familien hätten kaum Möglichkeiten, sich in Sicherheit zu bringen, und seien unmittelbar der Gewalt ausgesetzt. Die Lage vor Ort wird als geprägt von ständiger Unsicherheit und prekären Lebensverhältnissen geschildert.
„Kirche in Not“ fordert mehr internationalen Einsatz für eine Entschärfung der Konflikte. Der Schutz der Zivilbevölkerung müsse an erster Stelle stehen, um eine weitere Destabilisierung des Landes zu verhindern. Ein anhaltender Konflikt könnte das gesellschaftliche Gleichgewicht im Libanon langfristig gefährden.
Gleichzeitig wird vor einem möglichen „Exodus der Christen“ gewarnt. Verschlechtert sich die Sicherheitslage weiter, könnten viele Menschen aus dieser religiösen Minderheit gezwungen sein, das Land zu verlassen. Dies hätte nicht nur humanitäre Konsequenzen, sondern würde auch die kulturelle und religiöse Vielfalt des Libanon tiefgreifend verändern.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Frankfurt eine Buchvorstellung von Metropolit Grigorije angekündigt wurde.
Lesen Sie auch
Familie verklagte OpenAI, nachdem ChatGPT Amerikanerin in den Suizid getrieben hatte
Der Chatbot redete der 29-Jährigen einen religiösen Wahn ein, versprach ihr digitales Weiterleben und überzeugte sie, ihr Tod sei für die Rettung der Menschheit notwendig.
Wanderausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der ROKA-Eparchie startet in Stuttgart
Die Ausstellung „Erbe und Berufung“ reist durch die Gemeinden der ROKA-Diözese und widmet sich der hundertjährigen Geschichte sowie dem geistlichen Auftrag der Deutschen Diözese.
Albanischer Erzbischof forderte Christen zu vorbildlichem Friedensstreben auf
Erzbischof Ioannis erklärte beim Europäischen Regionalforum „Religionen für den Frieden“, dass Gläubige nicht nur zum Frieden aufrufen, sondern auch selbst ein Beispiel für Respekt und Versöhnung geben müssten.
„Sie dienten und opferten sich für das Wohl ihres Volkes – bis zum Tod“ – Bischof Hiob von Stuttgart
In Darmstadt wurde am Gedenktag der heiligen Zarenfamilie eine bischöfliche Liturgie gefeiert.
Frankreich verbot soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren
Als erstes europäisches Land führte Frankreich ein digitales Schutzalter ein und verpflichtete die Plattformen zur Einführung eines Systems zur Altersüberprüfung.
Andy Burnham wurde erster katholischer Premierminister Großbritanniens
Der neue Labour-Chef tritt die Nachfolge von Keir Starmer an und ist der erste Katholik an der Spitze der britischen Regierung.