Berlin: Erzbischof Tichon bekräftigte den Sieg über Tod und Finsternis
Erzbischof Tichon von Rusa segnet am Karsamstag in Berlin die österlichen Gaben auf dem Kirchhof. Foto: Diözese
Am Karsamstag hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, in der Berliner Auferstehungskathedrale die feierliche Liturgie des Heiligen Basilius des Großen zelebriert. In seiner Predigt stellte er den Sieg Christi über Tod und Teufel in den Mittelpunkt und verwies auf die bereits anbrechende österliche Freude, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.
Im Zentrum der Predigt stand der theologische Gehalt des Karsamstags als „entscheidender Kampf“ Christi gegen die Mächte der Finsternis. Erzbischof Tichon schilderte den Abstieg Christi in die Hölle als allumfassendes Heilsgeschehen: Während Christus leiblich im Grab ruhte, habe er zugleich die Gerechten aus der Unterwelt befreit und den Tod überwunden. Weder das versiegelte Grab noch die Wachen hätten den „Lebensspender“ aufhalten können. Der Tod sei durch Christus endgültig besiegt worden, und mit der Auferstehung beginne ein neues, ewiges Leben. Die Gläubigen seien aufgerufen, diese Hoffnung anzunehmen und dem auferstandenen Herrn zu folgen.
Im Anschluss an die Liturgie segnete der Erzbischof nach alter Tradition Brot und Wein sowie die österlichen Speisen. Auf dem Kirchhof wurde die festliche Ostertafel gesegnet. Die Feier markierte damit den Übergang von der Trauer des Karsamstags zur Freude des bevorstehenden Osterfestes, das nach orthodoxem Verständnis bereits „vor den Toren der Herzen“ stehe.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Ersthierarch der Russischen Auslandskirche, Metropolit Nikolaj, vor Angst angesichts globaler Konflikte warnte und die österliche Hoffnung als Quelle von Frieden und Orientierung betonte.
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