Erzbischof Tichon von Rusa ruft dazu auf, Gott mit dem Herzen zu folgen

Die Osterbotschaft unterstreicht die zentrale Bedeutung der Auferstehung Christi für Hoffnung und Glauben der Gläubigen. Archivfoto: Diözese

In seiner Osterbotschaft an die Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche hebt Erzbischof Tichon von Rusa die zentrale Bedeutung der Auferstehung Christi hervor und ermutigt die Gläubigen, ihr Leben konsequent am Evangelium auszurichten. Die Diözese veröffentlichte den Hirtenbrief zum Osterfest am 11. April 2026 auf ihrer Webseite.

Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland, hat in seiner Osterbotschaft die Auferstehung Jesu Christi als grundlegende Quelle von Hoffnung, Freude und Sinn für die Menschheit bezeichnet. Der österliche Gruß „Christus ist auferstanden“ bringe die Gewissheit zum Ausdruck, dass der Tod überwunden und das ewige Leben eröffnet sei.

Der Weg zur Auferstehung beginne nach den Worten des Erzbischofs bereits im Paradies und finde seine Vollendung im Erlösungswerk Christi. Durch Kreuz und Auferstehung habe Christus die Sünde überwunden und dem Menschen die Teilhabe am göttlichen Leben ermöglicht. Dabei verwies Tichon unter anderem auf biblische Zeugnisse wie Jesaja 53,4 und Matthäus 28,6.

Zugleich betonte der Erzbischof die persönliche Antwort des Menschen auf dieses Heilsgeschehen. Gott verlange nicht äußere Gaben, sondern das Herz des Menschen. Die Gläubigen seien aufgerufen, Christus im Glauben zu folgen, die Gebote zu erfüllen und ein Leben in Tugend und Hingabe zu führen.

Abschließend rief der Geistliche dazu auf, die Osterfreude im Alltag zu bewahren und sich nicht von Sorgen oder Prüfungen entmutigen zu lassen. Die Verheißung Christi, „alle Tage bis ans Ende der Welt“ gegenwärtig zu sein (Mt 28,20), gebe Kraft und Zuversicht für das Leben im Glauben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Ersthierarch der Russischen Auslandskirche, Metropolit Nikolaj, vor Angst angesichts globaler Konflikte warnte und die österliche Hoffnung als Quelle von Frieden und Orientierung betonte.

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