Montenegro: Angriffe auf serbisch-orthodoxe Geistliche und die Kathedrale

Die Kathedrale des Heiligen Simeon in Berane steht im Mittelpunkt wiederholter Vandalismusvorfälle.

Die Kathedrale des Heiligen Simeon in Berane steht im Mittelpunkt wiederholter Vandalismusvorfälle.

Die serbisch-orthodoxe Diözese Budimlje-Nikšić hat mit Besorgnis auf eine Serie von Vandalismusvorfällen vor der Kathedrale des Heiligen Simeon des Myrrhenträgers in Berane, Montenegro, hingewiesen. Auch die Fahrzeuge von Geistlichen seien mehrmals angegriffen worden, wie das serbische Patriarchat am 7. April 2026 auf seiner Webseite berichtete.

Nach Angaben der Diözese reichen die Vorfälle bis in den Dezember des vergangenen Jahres zurück, als eine Zufahrtsrampe zum Kircheneingang beschädigt wurde. Zuletzt sei am Vorabend des Palmsonntags (4. April 2026) erneut ein Fahrzeug des Gemeindepfarrers Milenko Ralević beschädigt worden. Innerhalb von zwei Wochen seien dabei zum zweiten Mal Reifen zerstochen und die Außenfläche des Autos beschädigt worden. Auch das Fahrzeug des Kathedralvorstehers, Erzpriester Siniša Janković, sei wiederholt Ziel ähnlicher Angriffe geworden.

Die Diözese erklärte, alle Vorfälle seien ordnungsgemäß bei der Polizei von Montenegro angezeigt worden. Dennoch habe es bislang weder zur Identifizierung der Täter noch zur Verhinderung weiterer Sachbeschädigungen geführt. Die Verantwortlichen werten die Taten als Ausdruck „extremer Intoleranz“ und als Versuch systematischer Einschüchterung.

In ihrer Stellungnahme appelliert die Diözese an die staatlichen Behörden, wirksame Maßnahmen zum Schutz kirchlichen Eigentums und der Geistlichen zu ergreifen. Andernfalls entstehe der Eindruck, dass bestimmte gesellschaftliche Gruppen nicht den gleichen rechtlichen Schutz genießen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije in seiner Osterbotschaft globale Krisen im Licht biblischer Warnungen deutete.

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