Patriarch Porfirije beging den Karfreitag im Patriarchat von Peć

Patriarch Porfirije traf am Karfreitag im Patriarchat von Peć im Kosovo ein.

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat am Karfreitag im Patriarchat von Peć die liturgischen Feiern geleitet und die Bedeutung von Leiden, Tod und Erlösung Christi hervorgehoben. Das Kirchenoberhaupt wird das diesjährige Osterfest in der Provinz Kosovo und Metochien begehen, wie das serbische Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Am 10. April 2026 zelebrierte Patriarch Porfirije im Patriarchat von Peć die Vesper mit der Abnahme des Leichentuchs sowie anschließend die Matutin des Karsamstags. An den Gottesdiensten nahmen Äbtissin Haritina, Ordensschwestern, Geistliche und zahlreiche Gläubige aus Metochien und anderen Regionen teil.

In seiner Ansprache bezeichnete der Patriarch den Karfreitag als zugleich „traurigen und tragischen“, aber auch „gesegneten“ Tag. Christus habe durch seinen Tod das letzte Hindernis zwischen Gott und den Menschen überwunden und den Tod selbst besiegt. Zugleich warnte er, dass Menschen Christus immer wieder „kreuzigen“, wenn sie von Egoismus und Stolz bestimmt seien.

Das Kirchenoberhaupt betonte die unendliche Liebe Gottes, der den Menschen trotz ihrer Schwächen nahe bleibe. Der Mensch stehe vor der Entscheidung, Christus abzulehnen oder – wie der reuige Schächer am Kreuz – seine Liebe zu erkennen und Umkehr zu suchen. Daraus folge der Auftrag, im Vertrauen auf Gottes Gnade ein Leben der Nächstenliebe und des Dienens zu führen.

Bereits am Nachmittag war der Patriarch im Patriarchat von Peć eingetroffen, wo er die Osterfeierlichkeiten leitet. Am Karsamstag und zum Osterfest wird er dort die Heilige Liturgie feiern; am Karmontag ist ein weiterer Gottesdienst im Kloster Visoki Dečani geplant.

Das Patriarchenkloster Peć im Kosovo gilt seit Jahrhunderten als geistliches Zentrum der serbisch-orthodoxen Kirche. Dort befindet sich der traditionelle Thron des Heiligen Sava, auf dem die Patriarchen seit der Wiederherstellung des Patriarchats im 20. Jahrhundert feierlich inthronisiert werden – zuletzt auch Porfirije im Jahr 2022.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg das Evangelium von der Verkündigung Mariens als Ausdruck göttlicher Weisheit deutete.

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