Palmsonntag in Ulm: Aufruf zu Treue und geistlichem Weg
Erzpriester Ljubomir Zorica zelebrierte am Palmsonntag. Archivfoto: Gemeinde
In der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Ulm hat Erzpriester Ljubomir Zorica am Palmsonntag (5. April 2026) die Gläubigen zur bewussten Entscheidung für ein Leben in der Nachfolge Christi aufgerufen. In seiner Predigt stellte er den Einzug Jesu in Jerusalem als Bild für die bleibende Spannung zwischen Glaubenstreue und Ablehnung dar, wie die Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.
Erzpriester Ljubomir Zorica erinnerte daran, dass Christus nach der Auferweckung des Lazarus in Jerusalem feierlich empfangen wurde, zugleich aber bereits Ablehnung und Verfolgung drohten. Diese Spaltung ziehe sich durch die gesamte Kirchengeschichte bis in die Gegenwart. Auch heute stehe der Glaube oft in der Minderheit, während viele Menschen sich stärker an irdischen Annehmlichkeiten orientierten.
Der Geistliche betonte, dass die Nachfolge Christi mit Verzicht und Bereitschaft zum „Tragen des Kreuzes“ verbunden sei. Der „schmale Weg“ führe zum Heil, während der scheinbar einfache Weg in die Irre gehe. Gerade in der Karwoche seien die Gläubigen aufgerufen, den Leidensweg Christi bewusst mitzugehen und sich innerlich auf das Osterfest vorzubereiten.
Abschließend verwies der Prediger auf die Hoffnung der Auferstehung: Durch Fasten, Gebet, Beichte und Versöhnung könnten sich die Gläubigen geistlich erneuern, um die Osterfreude zu empfangen und auf das ewige Leben hin auszurichten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in der russisch-orthodoxen Kathedrale in London zum Gründonnerstag der Ritus der Fußwaschung stattfand.
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