Palmsonntag in New York: Aufruf zur inneren Erneuerung und Dankbarkeit
Metropolit Nikolaj predigte am Palmsonntag in der Synodalkathedrale in New York City.
Am Palmsonntag (5. April 2026) feierte Metropolit Nikolaj, Ersthierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, die Göttliche Liturgie in der Synodalkathedrale in New York. In seiner Predigt stellte er die innere Umkehr, das Gebet und die tätige Nächstenliebe in den Mittelpunkt des christlichen Lebens, wie die Metropolie auf ihrer Webseite berichtete.
Im Zentrum der Predigt stand die persönliche Beziehung des Menschen zu Christus. Metropolit Nikolaj betonte, dass Christus jeden Menschen sehe und in dessen Herz eindringe, um den sündigen Zustand zu überwinden. Diese göttliche Nähe verlange jedoch eine bewusste Antwort des Gläubigen, der bereit sein müsse, sein Leben zu erneuern und sich Christus ganz zuzuwenden.
Zugleich verwies er auf die Schwierigkeit, diesen inneren Wandel tatsächlich zu vollziehen. Viele Gläubige verstünden zwar die geistliche Berufung, wüssten aber nicht, wie sie den „alten Menschen“ ablegen und ein neues Leben beginnen könnten. Entscheidend sei das Vertrauen darauf, dass in Christus nicht der Tod, sondern das ewige Leben Wirklichkeit sei – eine Hoffnung, die sich im konkreten Lebenswandel zeigen müsse.
Als Vorbild nannte er die biblischen Gestalten Martha und Maria, die Christus mit Liebe, Aufmerksamkeit und Gastfreundschaft begegneten. Auch heute könnten Gläubige diesem Beispiel folgen – durch unablässiges Gebet, Dankbarkeit gegenüber Gott und tätige Nächstenliebe, insbesondere gegenüber Leidenden.
Abschließend rief Metropolit Nikolaj dazu auf, Gott jederzeit zu danken, im Glauben standhaft zu bleiben und nach dem Heil der eigenen Seele zu streben. Das Ziel des christlichen Lebens sei die Gemeinschaft mit Christus – schon im irdischen Leben und in der Ewigkeit.
Die UOJ berichtete zuvor, dass eine neue russisch-orthodoxe Gemeinde in Ingelheim künftig die katholische Kirche des Orts für ihre Gottesdienste nutzen kann.
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