Exklusiv: Patriarch Theophilos äußerte sich zur Eröffnung der Grabeskirche

Patriarch Theophilos. Foto: UOJ

Der Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., bezeichnete diesen Tag in einem Gespräch mit einem Korrespondenten der UOJ nach der Öffnung der Grabeskirche als großartig und dankte Gott für die Möglichkeit, den Gottesdienst ohne Einschränkungen abzuhalten.

„Der heutige Tag ist groß, und wir danken Gott, der es uns gewährt hat inmitten der Kriegswirren, inmitten der Prüfungen, Sirenen und Panik, die das gesamte Heilige Land erfasst haben, dieses große Ereignis der äußersten Demut unseres Erlösers Christus zu feiern: die Fußwaschung der Jünger“, sagte der Oberhaupt der Jerusalemer Kirche.

Patriarch Theophilos betonte, dass die heutige Feier eine besondere Bedeutung habe, da es der erste Tag sei, an dem alle Beschränkungen seit Februar 2026 – seit Beginn der Verschärfung des Nahostkonflikts – offiziell aufgehoben worden seien.

„Der Friede Christi ist jener Friede, der alle beruhigt, und dieser Friede ist untrennbar mit der Hoffnung verbunden. Wir beten, dass diese Hoffnung Wirklichkeit wird, damit die ganze Welt wieder ihren Weg findet – in Frieden und Gesundheit“, fügte der Patriarch hinzu.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Großen Samstag und die Zeremonie der Herabkunft des Heiligen Feuers merkte der Erzbischof an, dass die Details noch geklärt werden, da noch nicht ganz klar ist, inwieweit die Polizei und der Sicherheitsrat darauf vorbereitet sind. Seinen Worten zufolge sind Treffen mit Vertretern der Behörden geplant, doch der Primas ist optimistisch gestimmt.

„Alle Gemeindemitglieder brauchen Gottesdienste und Gebete. Die Menschen haben unglaublich unter dieser militärischen Krise gelitten, vor allem unter den Prüfungen, die ihnen auferlegt wurden“, betonte Patriarch Theophilos.

„Wir alle sind mit der Gefahr des Krieges konfrontiert worden und haben erkannt, wie ungerecht Krieg ist und dass Frieden etwas ist, das durch nichts zu ersetzen ist. Wie sehr sehnen wir uns doch nach dem Frieden Christi!“, schloss der Oberhaupt der Jerusalemer Kirche und wünschte allen ein langes Leben und ein gesegnetes Osterfest.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die israelischen Behörden am Großen Donnerstag die Grabeskirche für die Gläubige geöffnet hatten.

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