„Das Evangelium – die Grundlage des Sinns unserer Existenz und unseres Seins“

Patriarch Porfirije predigt am Fest der Verkündigung in der Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael in Belgrad.

Zum Fest der Verkündigung am 7. April 2026 hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije in Belgrad die Annahme des göttlichen Willens als Schlüssel zum Sinn menschlicher Existenz hervorgehoben. In seiner Predigt stellte er die Antwort der Gottesmutter Maria – „Mir geschehe nach deinem Wort“ – als entscheidenden Wendepunkt der Heilsgeschichte dar. Das serbische Patriarchat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.

Patriarch Porfirije betonte, dass Gott den Menschen seit der Schöpfung zur Gemeinschaft mit sich rufe. Obwohl viele diesem Ruf nur zögerlich folgten, sei in der Gottesgebärerin ein vollkommenes Beispiel des Glaubens sichtbar geworden. Durch ihr vorbehaltloses Ja habe sie den Weg für die Menschwerdung Christi und damit für die Erlösung der Menschheit bereitet. In ihr werde deutlich, dass der Sinn des menschlichen Lebens in der Gemeinschaft mit Gott liege.

Zugleich warnte der Hierarch vor der Vielzahl widersprüchlicher „Nachrichten“ der Gegenwart, die Zweifel, Spaltung und Misstrauen förderten. Im Gegensatz dazu stehe die eine „frohe Botschaft“ des Evangeliums, die allein bleibende Freude und ewigen Sinn schenken könne. Echter Glaube sei daher nicht bloß Überzeugung oder Ideologie, sondern eine lebendige Beziehung zu Gott, die den Menschen zur Hingabe und zum Vertrauen führe.

Abschließend kündigte der Patriarch die bevorstehende Überführung des Gürtels der Gottesgebärerin aus dem Athos-Kloster Vatopedi nach Belgrad an. Die Reliquie soll im Rahmen der Spasovdan-Prozession verehrt werden und den Gläubigen als Zeichen des Schutzes und der Stärkung im Glauben dienen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass orthodoxe Christen sich am Münchner Marsch fürs Leben am 18. April 2026 beteiligen werden und ein liturgisches Programm anbieten.

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