Palmsonntagswallfahrt in Bukarest: Prozession als „Pilgerweg des Lichts“

Patriarch Daniel segnet die Gläubigen nach der Palmsonntagsprozession in Bukarest.

Am Lazarus-Samstag, dem 4. April 2026, hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel die große Palmsonntagswallfahrt mit rund 17.000 Teilnehmern in Bukarest abgeschlossen. Im Mittelpunkt standen die feierliche Prozession durch die Stadt sowie seine eindringlichen Worte über Umkehr, Auferstehung und christliches Leben. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Die traditionelle Wallfahrt führte in einer langen Prozession von der Nationalkathedrale zur historischen Patriarchalkathedrale. Nach der Vesper und der Segnung von Palm- bzw. „Florii“-Zweigen zogen Geistliche und Gläubige betend und singend durch zentrale Straßen der Hauptstadt. Die Prozession wurde als gemeinschaftlicher Glaubensweg gestaltet und verband liturgische Stationen mit symbolischen Orten bis hin zum Patriarchalhügel.

Zum Abschluss richtete Patriarch Daniel eine geistliche Ansprache an die Pilger. Mit Blick auf die gesegneten Zweige erklärte er: „Jeder von uns ist ein Pilger des Lichts der Auferstehung.“ Die Teilnahme an der Prozession sei mehr als ein äußeres Ritual – sie solle zur inneren Erneuerung führen und dazu, den Weg Christi in Demut, Vergebung und barmherziger Liebe mitzugehen.

Inhaltlich stellte der Patriarch den Lazarus-Samstag in den Mittelpunkt und deutete die Auferweckung des Lazarus als Vorausbild der Auferstehung Christi und der allgemeinen Auferstehung. Zugleich erinnerte er an das Mitgefühl Jesu angesichts des Todes und rief die Gläubigen dazu auf, das „Grab des selbstsüchtigen Lebens“ zu verlassen und als erneuerte Menschen zu leben.

Besondere Aufmerksamkeit galt den Familien, die zahlreich an der Prozession teilnahmen. Ihre gemeinsame Präsenz – von Großeltern bis zu Kindern – bezeichnete der Patriarch als sichtbaren Ausdruck kirchlicher Gemeinschaft. Die Wallfahrt bringe Segen für Familien, Gemeinden und die gesamte Stadt und verwandle die Prozession in eine geistliche Pilgerreise hin zur Auferstehung.



Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije die Universitätskinderklinik in Belgrad besuchte.

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