Besonderheiten der Feier des Palmsonntags in Österreich
Die orthodoxe Kirche feiert am 5. April 2026 die Erinnerung an den Einzug unseres Herrn Jesus Christus in Jerusalem, im Volksmund wird dieser Tag auch Palmsonntag genannt. In Österreich ist dieser Tag mit vielen Traditionen und viel Brauchtum verbunden. In der katholischen Tradition wurde dieser Tag bereits am 29. März begangen, da Ostern nach gregorianischem Kalender am 5. April gefeiert wird.
Hier zu den einzelnen Traditionen:
Der Palmbuschen, der in Größe und Zusammensetzung regional unterschiedlich ist, wird in Niederösterreich traditionell wie folgt hergestellt: Palmkätzchen, Buchs, Wacholder und bunte Bänder.
Der gebundene Palmbuschen, der vielerorts von Kindern getragen wird, wird am Palmsonntag gesegnet und nach der Palmprozession in den Häusern und Wohnungen aufgestellt, im ländlichen Bereich auch in die Felder gesteckt.
Der Palmesel soll an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem erinnern. Vereinzelt gibt es heute noch oder wieder in Pfarren den Brauch der Palmprozession mit einem Esel.
Heute wird mit dem Begriff des Palmesels im übertragenen Sinn übrigens auch etwas spöttisch jenes Familienmitglied bezeichnet, das als letztes am Morgen des Palmsonntags aufsteht. Mancherorts benennt der Begriff auch jene Person, die als Letzte die Kirche mit Palmbuschen betritt.
Die Palmprozessionen, die in Österreich eine jahrhundertelange Tradition haben, kennt man auch in der orthodoxen Tradition, jedoch meist nicht so farbenprächtig, wie sie hierzulande üblich sind. Vor allem in ländlichen Gebieten sind es meist lange Prozessionen.
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