Kirche Griechenlands bekräftigt Position zu LGBT-Ehen nach Gerichtsurteil
Das Gebäude des Heiligen Synods der Griechisch-Orthodoxen Kirche in Athen. Foto: Orthodoxia
Am 1. April 2026 bekräftigte der Heilige Synod der Griechisch-Orthodoxen Kirche nach einem kürzlich ergangenen Gerichtsurteil in Griechenland die Unveränderlichkeit seiner Haltung in der Frage zu gleichgeschlechtlichen Ehen. Eine entsprechende Erklärung wurde im Anschluss an die Sitzung des Synods unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Athen, Ieronymos, abgegeben, wie Orthodoxia.info berichtet.
Die Sitzung fand im Rahmen der 169. Synodalperiode statt. Die Hierarchen befassten sich mit einer Reihe aktueller Fragen des kirchlichen Lebens und widmeten dabei der Entscheidung des griechischen Staatsrats besondere Aufmerksamkeit, der ein Gesetz für verfassungskonform erklärt hatte, das gleichgeschlechtliche Partnerschaften und deren Recht auf Adoption von Kindern zulässt.
Als Reaktion auf diese Entscheidung betonte der Synod, dass er an seiner zuvor formulierten Position festhalte, die in einem offiziellen Kommuniqué vom Januar 2024 sowie in einer besonderen Ansprache „An das Volk“ dargelegt wurde. Die kirchlichen Autoritäten bekräftigten erneut ihre Ablehnung der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften als Form der Ehe.
Am Tag nach der Erklärung des Synods legte Metropolit Chrysostomos von Messina seinen Standpunkt dar. In dem Artikel „Das Modell der gleichgeschlechtlichen ‚Familie‘, Adoption und die Position der orthodoxen Kirche“ betonte er, dass familiäre Beziehungen keine „Meinung“ oder „ein Recht“ seien, sondern eine Lebensweise darstellten, die auf aufopfernder Liebe und gegenseitiger Ergänzung beruhe. Seinen Worten zufolge schafft die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ein neues Modell der „Familie“, das nicht mit der christlichen Lehre vereinbar ist.
Der Hierarch wies zudem darauf hin, dass es im Rahmen der orthodoxen Tradition unmöglich sei, das individuelle Recht auf Selbstbestimmung der sexuellen Identität als Grundlage familiärer Beziehungen anzuerkennen. Er betonte, dass die Schwächung der Rolle von Vater und Mutter bei der Erziehung der Kinder sowie die Ersetzung der traditionellen Familie durch andere Formen des Zusammenlebens nach Ansicht der Kirche zu einer Verzerrung anthropologischer und sozialer Prinzipien führen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Hierarchen der griechischen Kirche den Plan der EU zur Finanzierung von Abtreibungen kritisiert hatten.
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