Weihbischof Sofian von Kronstadt über Buße und Beichte: „Die Sünde aufgeben“

Gottesdienst mit Weihbischof Sofian von Kronstadt.

Weihbischof Sofian von Kronstadt hat am Samstagabend (28. März 2026) in der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Biberach die Bedeutung von Buße und Beichte für das geistliche Leben hervorgehoben. Anlass war der bevorstehende Sonntag der Heiligen Maria von Ägypten, der in der orthodoxen Kirche besonders der Umkehr und Buße gewidmet ist. Der Bischof berichtete darüber auf seiner Facebook-Seite.

Die Pfarrei in Biberach wurde im Mai vergangenen Jahres von Priester Nicolae Abuziloae gegründet, der zuvor in Duisburg tätig war. Am Gottesdienst nahmen zahlreiche Gläubige aus der gesamten Region teil, mehrere Priester aus der Umgebung konzelebrierten.

In seiner Ansprache betonte Weihbischof Sofian, dass Buße und Beichte außergewöhnliche Mittel zur Reinigung der Seele, zur Überwindung des Bösen, zur geistlichen Erneuerung und zur Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen seien. Sie dürften jedoch nicht als bloße momentane Handlungen verstanden werden, sondern müssten zu einem festen Bestandteil des Lebens werden.

Der Bischof unterstrich, dass wahre Buße bedeute, das Böse aufzugeben und das Gute zum Lebensplan zu machen, und schloss mit der Bitte, Gott möge den Gläubigen helfen, die innere Wandlung der Buße zu erfahren und ihre geistlichen Früchte zu tragen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Cornelia Delkeskamp-Hayes in einer neuen Publikation des Verlags Hagia Sophia das Verhältnis von orthodoxer Tradition, Eheverständnis und moderner Gleichberechtigung untersucht.

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