Patriarchat Georgiens ruft auf, Patriarchenwahl in Medien nicht zu diskutieren

Kirchlicher Zug in Tiflis vor der Sameba-Kathedrale nach dem Tod von Patriarch Ilia II. Foto: UOJ

Am 27. März 2026 rief das Georgische Patriarchat dazu auf, die Wahl des neuen Patriarchen nicht in den Medien zu diskutieren und sich auf die Entscheidung des Heiligen Synods zu verlassen, berichtet 2020 News unter Berufung auf eine Erklärung des Leiters der Öffentlichkeitsarbeit, Protopresbyter Andreas Tsagmaidse.

Im Patriarchat wurde darauf hingewiesen, dass sich nach dem Tod von Patriarch Ilia II. die Auseinandersetzungen über seinen Nachfolger im Land verschärft hätten, was zu Spannungen führe und zu einer Spaltung der Gesellschaft führen könne. In diesem Zusammenhang wurden die Gläubigen dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und die kirchliche Ordnung zu respektieren.

Tsagmaidse betonte, dass die Wahl des Oberhaupts nicht von Fernsehdebatten abhänge und streng nach der Satzung der Kirche erfolgen müsse. „Das Verfahren hängt nicht von Fernsehdebatten ab. Der Patriarch wird vom Heiligen Synod gewählt“, erklärte er.

Er erinnerte zudem daran, dass Metropolit Schio seit neun Jahren die Aufträge des Patriarchen erfüllt und die Angelegenheiten des Patriarchats leitet, während alle Hierarchen von Ilia II. geweiht wurden und sein geistliches Erbe weiterführen.

Seinen Worten zufolge sollten die Diskussionen rund um die Wahl nicht in eine Konfrontation ausarten. „Es ist wünschenswert, dass die Diskussionen keinen Charakter annehmen, der zu einer Spaltung der Gesellschaft führen könnte“, bemerkte der Vertreter des Patriarchats und fügte hinzu, dass die Entscheidung mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Heiligen Synods getroffen werde.

Zuvor hatte die UOJ das Verfahren der Patriarchenwahl laut der Verwaltungsbesatzung der georgischen Kirche mitgeteilt.

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