„Glaube ist keine Selbstverständlichkeit, er muss errungen werden“

Metropolit Grigorije predigte über Glauben, Zweifel und Hoffnung. Foto: Gemeinde

Am 22. März 2026, dem vierten Sonntag der Großen Fastenzeit, zelebrierte der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije die Heilige Liturgie in der St.-Johannes-Wladimir-Kirche in München. Mehrere Priester und Diakone konzelebrierten den Gottesdienst. In seiner Predigt sprach der Metropolit über Glauben, Zweifel, Leid und christliche Hoffnung, wie die Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Ausgehend vom Evangelium über die Heilung des besessenen Jungen (Mk 9,17-31) stellte Metropolit Grigorije den Satz des Vaters „Herr, ich glaube; hilf meinem Unglauben“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Dieser Vater stehe stellvertretend für alle Menschen, die glauben und zugleich zweifeln. Der innere Kampf zwischen Glauben und Zweifel gehöre zum geistlichen Leben jedes Menschen.

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Im zweiten Teil seiner Predigt betonte der Metropolit, dass Glaube nicht selbstverständlich sei, sondern errungen werden müsse. Besonders in Zeiten von Krankheit, Leid und Tod werde der Glaube auf die Probe gestellt. Gerade dann zeige sich, dass der Glaube die Grundlage des Lebens sei und der Hoffnung vorausgehe. Der Glaube begleite den Menschen in Zeiten der Entmutigung, während die Hoffnung den Blick auf die Zukunft und auf Gottes Gnade richte.

Abschließend rief Metropolit Grigorije dazu auf, auch dann nicht den Mut zu verlieren, wenn es scheine, als ob das Böse siege. Die Hoffnung der Christen gründe auf dem Sieg Christi und auf der Gewissheit, dass nichts den Menschen von der Liebe Gottes trennen könne. Wie der Vater des kranken Jungen kämen die Gläubigen vor Gott, um Heilung von Zweifel, Schwäche und Unglauben zu erbitten – denn schon ein Glaube so klein wie ein Senfkorn könne das Leben verwandeln.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse in einem neuen Video über Liebeskummer und geistliche Heilung spricht.

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