„Der Schmerz kann ein Weg werden, auf dem der Mensch Gott begegnet“

Priester Matthias Fröse veröffentlichte einen neuen Videobeitrag aus der Reihe „Orthodox im Alltag“.

In seinem 20. thematischen Videobeitrag außerhalb der Predigten spricht Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz in der Außenstelle Meisenheim über den geistlichen Umgang mit Liebeskummer und die Heilung des verletzten Herzens im Licht des Evangeliums und der Lehre der Heiligen Väter. Die Gemeinde veröffentlichte den Beitrag am 26. März 2026 auf ihrem YouTube-Kanal.

Priester Matthias Fröse beschreibt Liebeskummer als einen Schmerz, der den Menschen besonders tief trifft, weil der Mensch zur Liebe geschaffen ist. Wenn eine Liebe zerbricht oder unerfüllt bleibt, entstehe eine innere Unruhe und Leere, die viele Menschen dazu bringe, nach dem Sinn dieses Schmerzes und nach Gottes Gegenwart in dieser Situation zu fragen.

Ausgehend von Worten der Heiligen Schrift erklärt der Geistliche, dass das Herz der Mittelpunkt des menschlichen Lebens sei. Wenn sich das Herz an einen Menschen binde und diese Bindung zerbreche, werde der Mensch innerlich erschüttert. Die Heiligen Väter lehren jedoch, dass menschliche Liebe gut sei, ihre richtige Ordnung aber nur finde, wenn sie in Gott verwurzelt sei.

Der Schmerz könne daher auch zu einer geistlichen Erkenntnis führen: Der Mensch beginne zu fragen, worauf er seine Hoffnung gesetzt habe und wo er sein Glück gesucht habe. In diesem Sinn könne Liebeskummer nicht nur Verlust, sondern auch eine Einladung sein, die eigene Liebe zu reinigen und neu auf Gott auszurichten.

Besonders warnt Priester Matthias Fröse vor der Gefahr der inneren Verhärtung. Wer aus Schmerz sein Herz verschließe, verliere nicht nur den Schmerz, sondern auch die Fähigkeit zu lieben. Heilung beginne oft mit einfachem Gebet und führe mit der Zeit zu innerem Frieden, sodass selbst ein gebrochenes Herz zu einem Ort werden könne, an dem der Mensch Gott tiefer begegne.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg in Limburg predigte: „Die Fastenzeit ist der entscheidende Moment unserer Ausbildung.“

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