Kirchen Jerusalems wenden sich bezüglich der Ostergottesdienste an Netanjahu
Das Herabkommen des Heiligen Feuers in der Grabeskirche in Jerusalem. Foto: Orthodoxia News Agency
Am 25. März 2026 wandten sich die Oberhäupter der christlichen Kirchen Jerusalems an den israelischen Ministerpräsidenten mit der Bitte, mögliche Einschränkungen während der Ostergottesdienste und zum Zeitpunkt des Herabkommens des Heiligen Feuers zu erläutern, berichtet die Orthodoxia News Agency.
Nach Angaben der Agentur hielt der Rat der Kirchenoberhäupter eine außerordentliche Sitzung unter dem Vorsitz des Jerusalemer Patriarchen Theophilos III. ab. Im Anschluss daran wurde beschlossen, ein offizielles Schreiben an Premierminister Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Saar zu richten, mit der Bitte um klare Anweisungen. Die Kirchen weisen darauf hin, dass unter den Gläubigen derzeit Unsicherheit hinsichtlich der bevorstehenden Gottesdienste herrscht.
Das Schreiben wurde bereits an die israelischen Behörden übermittelt. Darin bitten die Kirchen darum, die Durchführung aller Osterzeremonien wie gewohnt zu gewährleisten und keine Einschränkungen zu verhängen, die die Teilnahme der Gläubigen behindern könnten.
Besondere Besorgnis löste beim Rat die Information über mögliche Einschränkungen beim Herabkommen des Heiligen Feuers am Karsamstag aus, durch die die Zahl der Betenden erheblich reduziert werden könnte. Dies gibt Anlass zur Sorge bei den Brüdern vom Heiligen Grab und den Vertretern anderer Ortskirchen.
Die Situation entwickelt sich vor dem Hintergrund allgemeiner Spannungen in der Region sowie der Vorbereitungen Jerusalems auf gleich zwei Feiertage – das christliche Osterfest und das jüdische Pessachfest. Die Kirchen warten auf offizielle Erklärungen der Behörden, um im Voraus festlegen zu können, wie die Gottesdienste abgehalten werden sollen.
Zuvor hatte die UOJ in der Ukraine berichtet, dass die griechischen Behörden befürchten, die Lieferung des Heiligen Feuers aus Jerusalem könnte ins Stocken geraten.
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