„Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben“ – Predigt zum vierten Fastensonntag

Die Predigt behandelte das Evangelium von der Heilung des besessenen Jungen und die Bedeutung von Glauben, Gebet und Fasten.

Die Predigt behandelte das Evangelium von der Heilung des besessenen Jungen und die Bedeutung von Glauben, Gebet und Fasten.

Zum vierten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem 22. März 2026, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche (ROK) über das Evangelium von der Heilung des besessenen Jungen und die erfolglosen Jünger (Mk 9, 17–31). Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Im Mittelpunkt der Predigt stand die Begegnung Christi mit dem Vater eines besessenen Jungen, den die Jünger nicht heilen konnten (Mk 9, 17-31). Der verzweifelte Vater wandte sich schließlich an Christus und bekannte seinen unvollkommenen Glauben mit den Worten: „Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.“ Dieses Wort sei, so der Prediger, ein Beispiel für alle Christen, da auch ihr Glaube oft schwach sei und sie Gottes Hilfe bräuchten, um überhaupt glauben zu können.

Diakon Igor Willimowski betonte, dass Glaube vor allem Vertrauen bedeute – Vertrauen darauf, dass Gott den Menschen in schwierigen Situationen nicht verlasse. Oft versuche der Mensch jedoch, alles aus eigener Kraft zu lösen, und erkenne erst spät, dass er Gottes Hilfe brauche.

Besonders ging der Geistliche auf das Scheitern der Jünger ein. Diese hätten zuvor Wunder gewirkt und Dämonen ausgetrieben, seien aber in diesem Fall gescheitert, weil sie auf ihre eigene Kraft vertrauten und vergaßen, dass ihre Vollmacht von Gott komme.

Christus habe ihnen deshalb erklärt, dass solche Schwierigkeiten nur durch Gebet und Fasten überwunden werden könnten. Darin liege auch die zentrale Botschaft der Großen Fastenzeit: Der Mensch solle nicht auf sich selbst vertrauen, sondern durch Gebet, Fasten und Glauben die Hilfe Gottes suchen.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije in Belgrad über die Bedeutung von Glauben, Demut, Gebet und Fasten für den geistlichen Weg des Menschen sprach.

Lesen Sie auch

Metropolit Nikolaj besuchte die Dreifaltigkeitskirche in Bern

Der ROKA-Ersthierarch wurde bei seinem Besuch in der Schweiz von Bischof Irenei von London begleitet. Die Gläubigen verehrten gemeinsam die wundertätige Kursker Ikone.

Orthodoxes Musik- und Kunstfestival brachte Gemeinden in Hamburg zusammen

Das zweite Internationale Festival für orthodoxe Musik und Kunst bot Einblicke in die Vielfalt orthodoxer Gesangs- und Kunsttraditionen.

Patriarch Daniel: „Kirchliche Arbeit ist Ergebnis brüderlicher Gemeinschaft“

Rumänisch-Orthodoxe Kirche feiert den 19. Jahrestag der Inthronisierung ihres Patriarchen mit Liturgie und Festakt in Bukarest.

Gottesdienst zum Schuljahresbeginn in der serbisch-orthodoxen Gemeinde Ulm

Ein zusätzlicher Religions- und Sprachunterricht für Kinder wird seit 22 Jahren samstags angeboten.

Mutmaßlicher IS-Kämpfer in Hessen festgenommen

Das Bundeskriminalamt nahm im Landkreis Waldeck-Frankenberg einen Mann fest, der sich laut Bundesanwaltschaft im Irak dem „IS“ angeschlossen und als Kämpfer gedient haben soll.

Patriarch Schio empfing Delegation der ROK in Georgien

Eine Delegation der Russisch-Orthodoxen Kirche traf sich mit dem Oberhaupt der Georgisch-Orthodoxen Kirche.