Erzbischof Tichon würdigte Patriarch Ilia und erinnerte an Deutschland-Besuche

Erzbischof Tichon von Rusa wandte sich mit einem Kodolenzschreiben an den Klerus und die Gläubigen der Georgischen Orthodoxen Kirche. Archivfoto: Diözese

Mit einem Kondolenzschreiben hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, auf den Tod von Katholikos-Patriarch Ilia II. von ganz Georgien reagiert. Darin würdigt er das geistliche Erbe des Patriarchen und erinnert besonders an dessen wiederholte Besuche in Deutschland, wie die Diözese am 18. März 2026 auf ihrer Webseite berichtete.

In seinem Schreiben an Metropolit Gerasim, Administrator der österreichisch-deutschen Diözese der Georgischen Orthodoxen Kirche, sprach Erzbischof Tichon von Rusa im Namen des Klerus und der Gläubigen der Berliner und Deutschen Diözese sein Beileid aus. Der verstorbene Patriarch sei nicht nur Oberhaupt der Georgischen Kirche gewesen, sondern geistlicher Vater vieler Generationen von Gläubigen. Seine Glaubensfestigkeit, seelsorgerische Weisheit und Hingabe an Christus und die Kirche hätten die Geschichte der Weltorthodoxie geprägt.

Besonders hob Erzbischof Tichon die Besuche des georgischen Patriarchen in Deutschland hervor. Patriarch Ilia habe das Land mehrfach besucht und dort Gottesdienste gefeiert, unter anderem in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Durch seine andächtige Präsenz, seine Bescheidenheit und seine tiefe Spiritualität habe er sich die Liebe und den Respekt der Gläubigen erworben.

Der Berliner Diözesanadministrator erinnerte auch an persönliche Begegnungen mit dem Patriarchen, die er als große geistliche Bereicherung bezeichnete. Es sei eine besondere Freude gewesen, diesem „leuchtenden Mann und geistlichen Mentor“ persönlich zu begegnen.

Abschließend betonte der Erzbischof, dass in diesen Tagen in den Gemeinden der Berliner Diözese für das Seelenheil des verstorbenen Patriarchen gebetet werde, und vertraute ihn der Barmherzigkeit Gottes an.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Georgische Kirche Pläne zur Heiligsprechung von Patriarch Ilia ankündigte.

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