„Die Tragödie der Welt ist, dass sie die Sünde weder sieht noch sehen will“

Bischof Tichon von Rusa zelebrierte im Auferstehungsdom in Berlin. Archivfoto: Diözese

Am Festtag der Ikone der Mutter Gottes „Bürgin der Sünder“, dem 20. März 2026,  zelebrierte Bischof Tichon von Rusa die Liturgie der Vorgeweihten Gaben in der russisch-orthodoxen Auferstehungskathedrale in Berlin und hielt eine Predigt über Reue, Sünde und die Hoffnung auf Erlösung. Darüber berichtete die Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche auf ihrer Webseite.

Im Mittelpunkt seiner Predigt stand die Bedeutung der Ikone der Gottesmutter „Bürgin der Sünder“, die die Fürsprache der Mutter Gottes für alle Menschen symbolisiere, die mit Sünden beladen seien, aber mit Glauben und Hoffnung zu Christus kämen. Als Beispiel für Umkehr und geistliche Erneuerung nannte Bischof Tichon die heilige Maria von Ägypten, die nach einem sündigen Leben durch Reue, Gebet und Askese zur Heiligkeit gelangte.

Mit Blick auf die Große Fastenzeit betonte der Bischof Tichon, die Kirche führe die Gläubigen besonders in dieser Zeit zur Erkenntnis der eigenen Sünde und zur Reue. Die Tragödie der modernen Welt bestehe darin, dass die Sünde nicht mehr als Sünde erkannt werde, sondern oft zur Norm geworden sei. Die Erkenntnis der eigenen Sünden sei jedoch, so zitierte er die Kirchenväter, „höher, als die Engel Gottes zu sehen“.

Abschließend ermutigte Bischof Tichon die Gläubigen, niemals am eigenen Heil zu verzweifeln. Die Mutter Gottes bete für alle Menschen und strecke allen, die bereuten, ihre helfende Hand entgegen. Die Gläubigen seien aufgerufen, ihre Sünden zu bekennen und ihr Leben nach den Geboten Gottes auszurichten.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Georgische Kirche Pläne zur Heiligsprechung von Patriarch Ilia ankündigte.

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